Sonntag, 19. Dezember 2010

Wie »Südpreußen« geboren wurde

Durch die Zweite Teilung Polens erhielt Friedrich Wilhelm II. im Jahre 1793 eine Verbindung Ostpreußens mit Schlesien
 
Aus heutiger Sicht verstießen die polnischen Teilungen eklatant gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Doch wie groß war eigentlich um 1800 das polnische Siedlungsgebiet, auf das das (erst später formulierte) Selbstbestimmungsrecht der Völker sich hätte beziehen müssen?

Die Erste Teilung Polens von 1772 wirkte auf das Opfer wie ein Schock. Im polnischen Adel einschließlich des Königs entstand ein breiter Konsens, dass sich so etwas nicht wiederholen dürfe. Die gezogenen Konsequenzen wirkten jedoch kontraproduktiv – und brachten Preußen schon 1793 weitere Gebiete – das sogenannte „Südpreußen“ – ein.

Zweierlei hatte die Erste Teilung Polens deutlich gemacht: Das imperiale Russland wollte in seinem Vorhof einen (schwächeren) Juniorpartner. Und die sogenannten polnischen Kardinalrechte, sprich das Vetorecht jedes Sejm-Mitgliedes, das Recht des Sejm, den König zu wählen, sowie die Minderheitenrechte der Nicht-Katholiken (Dissidenten), standen unter dem Schutz der internationalen Staatengemeinschaft, sprich der Nachbarn. Nun hätte man meinen können, dass der Adel Polens auf diese beiden externen Konstanten Rück­sicht genommen hätte. Dem war aber nicht so. Vielmehr standen für ihn die internen Ursachen der Teilung des eigenen Landes im Vordergrund, sprich die eigene Schwäche durch Rückständigkeit. Sejm und König versuchten nun, sie durch ein Reformprogramm zu überwinden.

Die bekannteste Einzelreform ist die Schaffung der ersten weltlichen Erziehungsbehörde Europas im Jahre 1773. Den Anstoß dazu hatte der Papst gegeben, indem er am 21. August des Jahres den Jesuitenorden aufgehoben hatte. Der Sejm beschloss daraufhin die Bildung einer Erziehungskommission, die den herrenlos gewordenen Ordensbesitz für ein säkularisiertes Schulwesen verwenden sollte. Sie übernahm die Aufsicht und Finanzierung von 74 höheren Schulen sowie der beiden Akademien in Krakau und Wilna.
Zarin Katharina war bereit, dieses gemäßigte Reformprogramm als Gegenleistung für eine russlandfreundliche Außenpolitik zu dulden. 1787/88 bildete dann jedoch eine Zäsur. 1787 begann einmal wieder ein russisch-osmanischer Krieg. Russland wurde zwar von Österreich unterstützt, geriet jedoch bald in einen unangenehmeren Zweifrontenkrieg, als am 28. Juni 1788 der schwedische König Gustav III. aus innenpolitischen Gründen das Zarenreich angriff. Polens Adel wähnte Russland abgelenkt und ging nun zu einem ungleich grundsätzlicheren Reformprogramm über. Am 6. Oktober 1788, also nur wenige Monate nachdem der Krieg für Russland Zweifrontenkrieg geworden war, trat in Polen der sogenannte Große oder Vierjährige Sejm zusammen. Dieser Reichstag katapultierte Polen von einem rückständigen Land zumindest partiell an die Spitze des Fortschritts, in gewisser Hinsicht sogar noch vor das revolutionäre Frankreich, mit dem es einen regen Gedankenaustausch gab. Er gab dem Land nämlich 1791 eine Verfassung, die erste geschriebene überhaupt in Europa. Am 3. Mai 1791 wurde sie beschlossen.
Bei alledem nahm der Sejm auf die erwähnten Kardinalrechte genauso wenig Rücksicht wie auf die Revolutionsfeindlichkeit der autokratischen Zarin. Das Einstimmigkeits- wurde durch das Mehrheitsprinzip ersetzt. Die Wahlmonarchie wurde in eine Erbmonarchie umgewandelt. Und analog zu islamistischen Staaten wurde der Abfall vom katholischen Glauben verboten. In ihrer Radikalität erinnerten die polnischen Reformen Zarin Katharina die Große an die ihr verhasste „französische Pest“. Der polnische Adel setzte jedoch auf Russlands Beschäftigung durch den Krieg mit dem Osmanischen Reich (und Schweden), eine Militärreform nach preußischem Vorbild sowie sein Bündnis mit Preußen.
Letztgenannte Defensivallianz vom 29. März 1790 erfüllte jedoch weder die polnischen noch die preußischen Erwartungen. Fried­richs des Großen Nachfolger Fried­rich Wilhelm II. hatte gehofft, sich im Gütlichen mit Polen auf den Erwerb der deutschsprachigen Städte Danzig und Thorn einigen zu können, den sein Oheim schon bei der Ersten Teilung erstrebt hatte. Anfang September 1790 beschloss der Sejm aber die absolute Integrität des Staatsgebietes. Seinen Wert als möglicher Bündnispartner gegen Österreich verlor Polen für den Preußenkönig, als dieser am 27. Juli 1790 mit Kaiser Leopold II. in der Reichenbacher Konvention zu einem Übereinkommen fand. Fried­rich Wilhelm musste sich fragen, warum er sich durch Polen in einen Konflikt mit Russland hineinziehen lassen sollte, wo nun auch noch der potenzielle Kriegsverbündete England sein Interesse an dem ostmitteleuropäischen Raum verlor, weil London seine Aufmerksamkeit nun ganz dem revolutionären Frankreich zuwandt, das sich auf der anderen Seite des Ärmelkanals gefährlich auszubreiten begann. Die Verfassung vom 3. Mai 1791 nahm Friedrich Wilhelm zum Anlass, die preußisch-polnische Defensivallianz vom 29. März 1790 zu kündigen.

Die Stunde der Wahrheit kam mit dem Ende des russisch-osmanischen Krieges am 9. Januar 1792, nachdem der russisch-schwedische bereits 1790 beendet worden war. Nachdem die Zarin in einer Deklaration am 18. Mai 1792 Polen unter anderem die Verfolgung von russischen Staatsangehörigen und Orthodoxen sowie Bündnisgespräche mit dem Osmanischen Reich vorgeworfen hatte, intervenierte sie mit 100000 Mann in dem Nachbarland, das nur 30000 Mann zu seiner Verteidigung aufbringen konnte. Der russische Vormarsch endete mit der polnischen Kapitulation im Juli 1792.

Österreich war zu dieser Zeit bezüglich Polens weitgehend handlungsunfähig, denn am 20. April des Jahres hatte Frankreich ihm den Krieg erklärt. Preußen sprang der Donaumonarchie zwar bei, verfolgte aber als überwiegend ostelbische Macht in diesem Krieg keine unmittelbaren eigenen Interessen und konnte deshalb auch mit der Einstellung der Kämpfe gegen das revolutionäre Frankreich drohen. Das wollten weder der Kaiser mit seinen von Frankreich bedrohten westrheinischen Besitzungen noch die revolutionsfeindliche Zarin. So kam es am 23. Januar 1793 in Sankt Petersburg zum Abschluss eines preußisch-russischen Teilungsvertrages, der Zweiten Teilung Polens. Wie schon nach der Ersten Teilung Polens von 1772 wurde auch nach dieser Zweiten von 1793 der polnische Sejm mit der Androhung militärischer Gewalt und Geldzuwendungen dazu gebracht, der Einigung der benachbarten Großmächte nachträglich seinen Segen zu geben. Das geschah am 23. September 1793.    

Die Bilanz der Zweiten Teilung

Als Ersatz für die Kosten des Krieges gegen die französischen Rebellen, wie es offiziell hieß, erhielt Preußen 58400 Quadratkilometer mit 1,136 Millionen ganz überwiegend polnischsprachugen Einwohnern. Es erhielt neben dem langersehnten Danzig und Thorn Großpolen sowie das westliche Masowien und bildete daraus die neue, heute fast nur noch Historikern bekannte Provinz Südpreußen, die nur bis 1807 bestand.

Das Habsburgerreich bekam bei dieser Teilung keinen Quadratmeter Polen, dafür aber die Zusicherung der beiden anderen Ostmächte, es beim Kampf mit Frankreich um die Österreichischen Niederlande ebenso zu unterstützen wie bei der Realisierung des Plans diese Exklave am Rhein bei den Wittelsbachern gegen Bayern zu tauschen.

Die Interventionsmacht Russland erhielt mit 228600 Quadratkilometern und 3,056 Millionen Seelen ein Mehrfaches der Preußen. Es annektierte den (weiß)ruthenischen Teil Polens und verschob seine Westgrenze bis zu einer Linie, die von Dünaburg im Norden bis nach Chotyn im Süden reichte. In diesem Gebiet waren die Polen bei weitem in der Minderzahl.    M.R.

Manuel Ruoff

Dienstag, 31. August 2010

Der Krieg mit den Molchen - Deutschlands Ende naht

Karel Capek schrieb Ende der Dreißiger Jahre ein sehr gutes und interessantes Buch. Ausgelegt wird es damit, angeblich auf das Regime der Nationalsozialisten Bezug zu nehmen - jedoch ist es ein Buch, das sich auf viele ähnliche Entwicklungen übetragen läßt.

Der Kern der Geschichte ist, daß man eines Tages überragend intelligente Molche findet und sie kuzerhand einbürgert. Es sind Molche, die den Menschen sehr gleich kommen und ihre Sprache sprechen. Aber so sehr sie auch in die menschliche Gesellschaft passen mögen, bleiben sie trotzdem Molche.

Dieser Umstand hat verheerende Folgen. Die Menschen, die man heute Gutmenschen nennen würde, wollen die Probleme nicht sehen, die diese Molche für die Menschen bringen. Ihre Lebensgewohnheiten sind doch ganz anders. Schließlich vermehren sie sich derart und dringen in alle lebensbereiche der Menschen ein, bis sie die Überhand gewinnen und die menschliche Gesellschaft zerstören.

Mit den Einwanderern verhält sich das ähnlich - besonders mit den außereuropäischen im allgemeinen und den muslimischen im besonderen. Nicht, daß sie Molche wären. Man muß das mit den Molchen figürlich verstehen, so wie das eigentlich auch Capek zum Ausdruck bringen wollte, denn der Roman ist eine Fiktion. Aber was die Molche mit den Muslimen gemein haben, ist ihre so ganz andere Lebensweise, die sie nicht aufgeben, sondern allen anderen Menschen aufzwingen wollen.

Aygul Özkan
Die Verbindung zwischen dem Krieg mit den Molchen und der muslimischen Einwanderung sehe ich schon seit Jahren. Es ist genau dieselbe Entwicklung, die wir in Westeuropa derzeit durchmachen, und zwar in einem sehr fortgeschrittenen Stadium.

Die Diskussion um Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" läßt diese gedankliche Verbindung mit den Molchen Capeks wieder aufleben. Vor allem, wenn man - wenn auch nur kurz - das schreckliche Programm von Beckmann von gestern Abend gesehen hat. Beckmanns Inquisitionsgericht war ein nachdrückicher Beweis, wie weit die Molche schon die Oberhand gewonnen haben - und wie weit die Blödheit vieler Gutmenschen geht. 

Das Programm kann man gut als Komplott Beckmanns und der Gutmenschen gegen den gesunden Menschenverstand ansehen. Beckmann gehört genau zu der Gruppe Menschen, denen Sarrazin Intelligenz abspricht. Er ist weder intelligent noch kann er richtig Deutsch.

Das hämische Grinsen des leeren Weltalls
Man betrachte sich nur einmal die geladenen Schwätzer: Zwei Einwandererkinder, zum einen die Muselfrau und niedersächsische Landesministerin für Soziales, Frauen und Kreuze-aus-den-Schulen-Verbannen von Gutmensch Wulffs Gnaden, Aygul Özkan, dann der belustigt-herablassend dreinblickende Populärwissenschaftler Rangan Yogeshwar.  Schon allein sein Gesichtsausdruck war eine Beleidigung ersten Grades. Wer ist dieser Mensch, daß er soviel Überheblichkeit zur Schau stellen kann?

Nicht fehlen durfte soetwas wie die Grünen-Abgeordnete Künast, die, O Schreck O Graus, auch noch Berliner Regierende Bürgermeisterin werden will. Künast tanzte im Takt mit den migrationshintergründigen Gästen und schlug verbal auf Sarrazin ein. Auch die übrigen Gäste schauten belustigt-selbstunsicher daher, wollten sie doch nicht womöglich den Verdacht wecken, Sympathien für Sarrazin zu haben.

Dann kam da noch so eine migrationshintergründige iranische Einwanderertochter zur Sprache, die natürlich, wie könnte es anders sein, ebenfalls auf Sarrazin einschlug. Der Mann spinnt, die Molche haben recht. 

Gutmenschin Künast
Wie immer war Beckmanns Quasselrunde unausgewogen bestückt und diente einzig und allein dem Niedermachen eines mutigen Kritikers der bereits allzu verfahrenen Lage in Deutschland (und Europa). Das Spektakel mußte jeden deutschen und westeuropäischen Zuschauer erschaudern lassen angesichts der Tatsache, daß die Molche bereits überall Fuß gefaßt haben und das Geschehen beherrschen, unterstützt von unterbelichteten Hampelmännern oder gar von unsichtbaren Mächten gekauften Gutmenschen à la Künast, die nicht Deutschland, sondern den Fremdmächten dienen, die sich die europäischen Länder aneignen und unterjochen, ganz im Sinne der Straßburger Resolution von 1973 (> Eurabien), die seltsamer Weise ohne öffentlich bekannt zu sein seit nahezu 40 Jahren in die Tat umgesetzt wird, wählen die Völker was sie auch wählen mögen. 

Die Lage ist erschreckend. Die Molche graben bereits ihre Dämme und werden sehr bald alles überschwemmen. Das Ende Deutschlands und Europas ist nah, und wer es nicht sehen will, der ist entweder blind oder dumm oder beides. Man bedenke: Es wird ein Punkt erreicht, an dem es zu einer Umkehr und Besinnung zu spät ist. Uns Europäern entrinnt die Macht, den Molchen Einhalt zu gebieten. Sarrazin hat die Problematik getroffen geschildert und wird nun in die Wurst gemacht. Gerade weil er die Wahrheit sagt und belegt. Deshalb zieht man seine Argumente aus dem Zusammenhang und in den Dreck, so wie man das mit Frau Heisig gemacht hat. 

Der Krieg hat schon begonnen, und er wird grausam werden.

Über das Buch Capeks: Wikipedia

Montag, 30. August 2010

Deutschland im Endstadium - Sarrazins treffende Analyse der Lage

Heute fand die Vorstellung des Buchs Sarrazins "Deutschland schafft sich ab" statt. Die EInleitung gab die türkischstämmige Soziologin Necla Kelec, die sich mehr wagte als Sarrazin selbst und die deutschen Politiker treffend damit beschrieb, daß sie die Wirklichkeit nicht sehen wollten. Sie kritisierte auch den allgemeinen Trend, diejenigen, die den Kopf erheben, um die Wahrheit zu sagen, gleich einen Kopf kürzer machen zu wollen.

Das Buch Sarrazins steht in Deutschland in der Kritik der politisch korrekt angepaßten Politiker und Medien, die, ohne das Buch überhaupt gelesen haben zu können, da es erst heute erschienen ist, sofort die Ausgrenzung des SPD-Mitglieds und Bundesbank-Vorstandsmitglieds Sarrazin verlangen. So auch die Bundeskanzlerin Merkel, die Sarrazins Thesen als unhaltbar bezeichnet, ohne sie überhaupt gelesen zu haben, und gleich verlangt, ihn sofort aus der Bundesbank zu werfen.

Auch andere Politiker wie Koch haben bereits den Schwanz eingezogen und sich in die Reihe der feigen Hunde des Landes gestellt und Sarrazins Buch als "unerträglich" bezeichnet. Was allerdings unerträglich ist, ist die Einschränkung der Meinungsfreiheit einerseits und die unsachliche Kritik eines ungelesenen Buches andererseits. Das Verhalten der deutschen Politiker erinnert sehr stark an die Lynchjustiz der Islamisten, als sie Massendemonstrationen gegen Salman Rushdys Buch "Die satanischen Verse" organisierten und den Schriftsteller zum Tode verurteilten, ohne daß es auch nur im entferntesten möglich gewesen wäre, zum Beispiel im Iran das Buch zu lesen oder zu kaufen. Die aufgewiegelten phanatischen Massen wußten in Wirklichkeit gar nicht, um was es überhaupt ging.

Die von Sarrazin angesprochenen Probleme sind ernst. Wie Dieter Stein von der Jungen Freiheit ganz richtig sagt, "ist das Buch eine Bombe. Der Titel ist ein Alarmruf: „Deutschland schafft sich ab“. Es ist Thilo Sarrazins Rede zur Lage der Nation – und es ist eine Brandrede mit brisanten Thesen, deren Schärfe kaum zu überbieten ist. Entgegen der mittlerweile auch von großen Teilen der bürgerlichen Parteien widerstandslos geteilten Idee einer multikulturellen Gesellschaft zieht Sarrazin ernüchternd Bilanz zur Lage Deutschlands, das einem schon Jahrzehnte währenden Zangengriff aus demographischer Krise (dramatischer Geburtenrückgang bei der deutschen Urbevölkerung) und Zuwanderung in die Sozialsysteme ausgesetzt ist."

„Aus heutiger Sicht war die Gastarbeitereinwanderung in den sechziger und siebziger Jahren ein gigantischer Irrtum.“ Und: „Belastbare empirisch-statistische Analysen, ob die Gastarbeiter und deren Familien für Deutschland überhaupt einen Beitrag zum Wohlstand erbracht haben oder erbringen werden, gibt es nicht.“

"Sarrazin formuliert aufgrund seiner jahrelangen Praxiserfahrung als Berliner Finanzsenator, die ihn in der verschuldeten Hauptstadt die deutsche Misere wie in einem Brennglas wahrnehmen ließ, nüchtern und realitätsnah drakonische Maßnahmen, um das Problem arbeitsunwilliger und -unfähiger Einwanderer einzuschränken. Er fordert die rigorose Kürzung von Sozialbeiträgen für Integrationsunwillige, die scharfe Begrenzung des Familiennachzugs und das weitgehende Stoppen der Heiratsmigration. Man darf gespannt sein, wer im politischen Betrieb Berlins den Mut hat, sich Sarrazins vernünftige und plausible Vorschläge zu eigen zu machen. Zweifel sind angebracht." Selbst der Berliner Bezirksbürgermeister Buschkowski, der sich manchmal wagt, Kritik zu üben, steht nicht hinter Sarrazin.

„In Deutschland ist es üblich, jeden Versuch, das ‘Ausländerproblem’ zu politisieren, mit den Waffen der ‘Vergangenheitsbewältigung’ niederzuschlagen.“ Das schrieb ahnungsvoll der konservative Soziologe Robert Hepp in seinem Buch „Die Endlösung der deutschen Frage“, das er schon vor 22 Jahren vorlegte und in dem er zu denselben Ergebnissen kam wie der Sozialdemokrat Sarrazin.

Hepp wurde wegen seiner Thesen tatsächlich aus dem publizistischen und wissenschaftlichen Diskurs ausgeschlossen. Sarrazin erklärt, warum: „Vernünftig diskutiert haben wir über die demographische Entwicklung in Deutschland in den letzten 45 Jahren nicht. Wer nicht mit dem Strom der Beschwichtiger und Verharmloser schwamm, wer sich gar besorgt zeigte, der mußte bald frustriert erkennen, daß er alleine stand, und nicht selten fand er sich in die völkische Ecke gestellt.“

Sarrazins Kritik an der Einwanderungspolitik läßt sich übrigens ohne weiteres auf andere westliche Länder übertragen. In Spanien ist das inzwischen ganz ähnlich. Dort steht zum Beispiel der katalanische Nationalismus im krassen Widerspruch zur Einwanderungslage. Katalonien wird gewissermaßen nur so von islamischen Einwanderern überschwemmt, stellt das Überleben der jetzt gewaltsam aufgezwungenen katalanischen Nation ganz in Frage. Die Islamisierung der Gesellschaft und das Entstehen eines islamisch geprägten Präkariats ist offenkundig. Die Islamisten bekunden ganz offen, das Ziel einer "Katalanischen Islamischen Republik" zu verfolgen.

Auch in Holland ist die Lage sehr ernst. Nicht umsonst entstehen Parteien wie die Freiheitspartei von Wilders, die von den Medien und den anderen Parteien einfach nur als islamfeindlich und rechtsradikal abgetan wird, greift sie doch ein Thema auf, das täglich brisanter wird: Die Vormachtstellung der islamischen Einwanderer und das Verschwinden der niederländischen Gesellschaft und Kultur.

Ebenso in anderen Ländern wie Kanada erlebt man mit Sorge eine Entfremdung der Gesellschaft. Die heutige Einwanderung von Menschen aus islamisch geprägten Kulturkreisen zerstört das gesellschaftliche Gefüge der westlichen Länder, die frührer wie im Falle Kanadas oder Australiens von einer Einwanderung geprägt waren, die keine Intergrationsprobleme darstellte, heute aber der Gefahr ausgesetzt sind, daß ihre Gesellschaften von religiös gelenkten Einwanderungsstrategien unterjocht und übernommen werden, während die islamischen Parallelgesellschaften vom Sozialsystem der Aufnahmeländer leben, aber wirtschaftlich und intellektuell nichts beitragen. Die Dummheit der eigenen Politiker, die an ihren eigenen Völkern wie ferngesteuert vorbeiregieren, wird zum Seil, an dem sie ihr eigenes Volk langsam aber sicher aufhängen. Manche Kritiker sind bereits an solch einem Seil aufgefunden worden.

Die Erstauflage des Buches ist schon vergriffen. Man muß jetzt warten, bis Netzanbieter wie Amazon die Auslieferung vornehmen. Nach dem Lesen läßt sich bestimmt mehr dazu sagen. Bis dahin sollte Sarrazin einsame Waldwege meiden.

   

Samstag, 31. Juli 2010

Correbous: Geschützte Tierquälerei in Katalonien

t


Der Stierleidet unter Lebensangst und wird mißhandelt
Am Tage nach der Verabschiedung des Landesgesetzes zum Verbot des Stierkampfes in Katalonien fanden in Katalonien zahlreiche Ortsfeste statt, deren zentrale Attraktion die Correbous sind. Correbous bedeutet etwa "Bullenrennen" in dem Sinn, daß man sie zum Umherrennen bringt. Dabei werden den Stieren Armaturen auf die Hörner geschraubt, die als Fackel- und Feuerwerksträger dienen. Dies führt dazu, daß der Stier in Panik auf dem dazu abgeschotteten Platz herumrast, während sich die jungen Leute vergnügen, indem sie vor dem Stier herlaufen, ihn am Schwanz ziehen, ihn treten und andere Scherze dieser Art mit ihm treiben.

Viele Stiere erleiden dadurch Verbrennungen, werden sogar blind, weil sie das Feuer direkt vor den Augen haben, und gehen mitunter an dem Streß zugrunde, den sie erleiden. Es handelt sich ganz klar um schwere Tierquälerei. Aber die separatistischen katalanischen Nationalisten haben diesen Volksspaß unter Schutz gestellt, da es sich um eine katalanische Tradition handelt.

Aufsetzen der brennenden Röhren
Die jetzt in Deutschland verbreitete Meinung, man habe in Katalonien endlich der Tierquälerei des Stierkampfes ein ENde gesetzt, ist also genauso falsch wie überhaupt die gesamte Berichterstattung über die Hintergründe des Verbots. Wären die Katalanen tatsächlich so tierlieb, hätten sie gleich zusammen mit dem Stierkampf die Correbous und andere tierquälerische Vergnügungsformen verboten. Das beweist auch, wessen Kind die Tierschutzorganisation PROU ist, die ganz klar im Dienste der Separatisten steht. Es ging, wie bereits erläutert, nicht um Tierschutz, sondern um die Abschaffung jeglicher spanischer Identitätssymbole.

In Südfrankreich hat man kein Verständnis für das Stierkampfverbot. Dort hält man den Stierkampf für eine typisch katalanische Tradition und wird auch weiterhin Stierkämpfe zeigen.

Stierzucht in Spanien: bis 5 Jahre im Paradis
Wie man auf dem unteren Photo sehen kann, gibt es ganz andere Tierquälereien, gegen die man weder in Katalonien noch sonst iregdnwo in Europa vorgeht: Die Tiertransporte. Es ist allgemein bekannt, was unzählige Tiere auf diesen Transporten durchmachen. Diejenigen, die jetzt, so wie in Deutschland, das Verbot in Katalonien hochloben, scheinen ganz zu vergessen, was in ihrem eigenen Land vorgeht, abgesehen davon, daß sie so gar keine Ahnung von Stierzucht und Stierkampf haben. Wenn man bedenkt, daß Kampfstiere vier bis fünf  Jahre auf dem Land in freier Natur leben, kann man nicht von Tierquälerei reden. Was sind 20 Minuten Kampf in der Arena verglichen mit jahrelanger Intensivtierzucht, einem Transport unter größten Qualen und dem Ende in einem industriellen Schlachthof?

Tiertransporte
Die Polemik um den Stierkampf ist künstlich und unsachlich, sie ist pure Heuchlerei. Bei dem Verbot in Katalonien geht es um ganz andere Dinge als das Wohl der Stiere. Das Verschwinden des Stierkampfes bedeutet außerdem das Verschwinden dieser Rinderrasse und ihrer Zucht auf dem Land, die ein Merkmal der spanischen Landschaft ist, das vielleicht bald nicht mehr so vorzutreffen ist.





Mittwoch, 28. Juli 2010

Nationalismus und Stierkampfverbot in Katalonien: Freiheit für wen?

Heute hat der katalanische Landtag über  das gesetzliche Verbot des Stierkampfes in dieser Autonomen Gemeinschaft in Spanien beschlossen, der auch allgemein unter der Bezeichnung Nationales Fest bekannt ist. Es geht hierbei um eine künstlich herbeigeführte Diskussion, die nur zum Polemisieren, zum Zerrütten der Bevölkerung und zur Selbstbestätigung des separatistischen Nationalismus' der Regierungsparteien in Katalonien benutzt wird. Aber vor allem geht es darum, alles auszutilgen, das sich irgendwie nach spanischer Nation anhört, denn sehr vielen Separatisten stößt es unangenehm auf, daß sich jemand in Katalonien unerlaubt mit der rot-gelb-roten Nationalflagge identifizieren könnte, wo das doch die Farben sind, die traditionell die Stierkampfarenen schmücken. Der Stierkampf ist aber auch ein Überbleibsel des Alten Spaniens, eines fernen und geeinten Spaniens, das heute nicht mehr im Interesse dieses im Lauf der Zeit erfundenen separatistischen Nationalismus' liegt und der sein Spielchen in den Autonomen Gemeinschaften (technisch den deutschen "Ländern" gleichzusetzen) treibt, die auch als "historisch" bezeichnet werden, und zwar begründet auf etwas, das es seinerzeit in der schreckenerregenden zweiten Republik gab, denn in der Zeit davor hatte es die neuerfundenen nationalen Indentitäten wie in Katalonien nie gegeben, sind diese doch letztlich nur ein Produkt der Carlisten-Kriege im 19. Jahrhundert. Hingegen gab und gibt es immer regionale kulturelle Identitäten oder Merkmale, was eine ganz andere Sache ist.

Die Verbotssucht wurde auch aus totalitärer Einstellung geboren. Im Sozialismus kann keiner nach freiem Ermessen leben, oder, um es in Worten des großen Königs von Preußen Friedrich dem Großen zu sagen, auf solche Weise, daß "jeder nach seiner eigenen Façon selig werde". Diese freiheitliche Lebensanschauung verursacht bei jedem Bolsch......., ehem, Sozialisten blankes Entsetzen, denn im Sozialismus kann man nur so leben, wie es die Partei oder das Regime für angemessen hält, denn dazu hat man schließlich das  Gleichheitprinzip erfunden, wonach alle das gleiche haben und gleich schlecht und reglementiert leben sollen - mit Ausnahme derer, die solche Maßnahmen beschließen, um des Volkes Willen, ganz nach dem Motto: "Alle sind gleich, nur manche sind eben gleicher".

In diesem Sinne ist José Montilla, der Ministerpräsident Kataloniens, ein bolschewistischer Prototyp: Als Mitglied der Nomenklatur der Partei oder des Regimes müssen weder er noch die seinen in der Weise leben, die für die Bürger im allgemeinen angeordnet wird. Seine Töchter gehen auf die Deutsche Schule Barcelona, um ihren Unterricht auf Deutsch und Spanisch zu erhalten und gut Englisch und Französisch, vielleicht auch Latein zu lernen, während die "Untertanen" dazu verurteilt sind, auf Katalanisch lernen zu müssen, ohne Spanisch als Unterrichtssprache wählen zu können. Und wenn wir vielleicht noch etwas nachforschen, werden wir herausfinden, daß die übrigen Mitglieder des Separatistenregimes in Katalonien die sich selbst gewährte Ausnahme des wenig ehrbaren Montillas auch bei seinen Genossen eine gängige Umgehung des amtlich praktizierten Radikalismus'  ist.  Zum Beispiel der Vorsitzende des FC Barcelona, Laporta, der den Fußballklub für seine separatistischen Ziele mißbraucht, bringt seine Kinder auf die Französische Schule Barcelona, damit sie eben nicht auf Katalanisch unterrichtet werden. Und solche Leute treten für die katalanische Nation und die Unabhängigkeit ein? Potstausend! Wetten, daß diese Leute, wenn sie heute auf das Stierkampfverbot anstoßen, keinen katalanischen Cava, sondern französischen Champagner trinken?

Das Stierkampfverbot kommt den katalanischen Steuerzahlern sehr teuer zu stehen, denn mit dem Verbot sind hohe Entschädigungsleistungen für die Stierkampfbranche verbunden, man redet von 500 Mio. Euro jährlich, etwa 40 Euro pro Kopf. Jetzt zahlen also alle für die Stiere, ohne sie sehen zu dürfen, ob sie nun dafür sind oder nicht. Aber um ein weiteres Stück der spanischen Identität auszumerzen, ist halt jedes Mittel recht, geht das doch nur auf die Rechnung der Steuerzahler. Ohne das Verbot des Nationalen Festes würde sich dieses wenigstens selbst finanzieren - wenn wir einmal von den Subventionen absehen, die aus den leeren Kassen de Europäischen Union kommen und an die Stierzüchter gehen. Aber in gewisser Weise haben diese ja noch eine Rechtfertigung, denn die Stierzucht schützt weite land- und forstwirtschaftliche Gebiete, die fast ausschließlich für diese Art der Rinderzucht genutzt werden.

Außerdem hat das Verbot wenig mit Tierschutz zu tun. Die Tierschutzorganisation, die als Betreiber der Gesetzesinitiative vorangeschickt wird, wird von Nationalisten kontrolliert. Sie kümmert es wenig, daß mit diesem Gesetz nicht dem Mißbrauch der Stiere für lokale Feste Einhalt geboten wird, bei denen diesen Feuer auf die Hörner gebunden wird, um das Volk zu vergnügen.  

Das gesetzliche Verbot bedeutet jedoch auch einen weiteren Einschnitt in die bürgerlichen Freiheiten. Die Bürger in Katalonien verlieren erneut ein Stück ihrer Freiheit, wie die, selbst über nationale Identität und Identitätsmerkmale zu entscheiden, denn auch die Freude am Erfolg der Fußballnationalmannschaft ist den Katalanen nicht gegönnt, wurde doch während der gesamten Fußbabllweltmeisterschaft bis zuletzt seitens der katalanischen Gemeinden und Städte verhindert, auf öffentlichen Plätzen Bildschirme aufzustellen, um die Spiele zu verfolgen. Nur am letzten Tag war der Druck auf die Regierenden so groß, daß sie sich bequemten, ein paar Bildschirme aufzustellen.

Als Zapatero, der schlechteste aller spanischen Premierminister Spaniens, die Macht ergriff, versprach er mehr Freiheiten und mehr Bürgerrechte. Aber die Wirklichkeit ist, daß die Sozialisten im Verbund mit anderen linksextremistischen Parteien vielmehr die Rechte und Freiheiten beschnitten haben. Verglichen mit der Zeit des politischen Übergangs in Spanien (1975-1982) sind wir heute in Spanien durch Verbote und die Verfolgung über Bewachung, Denunziantentum und Nötigung in Form verschiedenster Bußgelder wie in einer Zwangsjacke gefangen. Uns Bürgern bleibt immer weniger Spielraum für eigene Entscheidungen, und an jeder Ecke lauert der Staat, um Bußgelder zu verhängen. Hinzu kommt, daß man in Katalonien (und auf den Balearen) kein Geschäft in der Sprache führen kann, die man verwenden will, um das Zielpublikum zu erreichen, denn das separatistische Regime in Katalonien erlegt allen die Sprache auf, mit der die Geschäfte abzuwickeln sind. Und in gleicher Weise werden die Schulhöfe mit Sprachkommissaren bestückt, die darüber wachen, daß es niemand wagt, eine andere als die katalanische Sprache zu sprechen. Wer ist denn der Staat, um den Menschen vorzuschreiben, welche Spraxche sie in ihrer Freizeit zu sprechen haben?

Montilla muß ein guter Marxist-Leninist sein, denn allem Anschein nach hat er das Motto des bolschewistischen Dikators von Rockefellers Gnaden verinnerlicht: Freiheit für wen? Für was?

Bei den nächsten Landtagswahlen in Katalonien müssen sich die Bürger darüber klarwerden, ob sie National-Sozialismus oder Freiheit wollen. Im Jahre 1933 entschied sich eine relative Mehrheit der Deutschen gegen die Freiheit, während die Mehrheit der Deutschen von ihrer Opposition im Reichstag verraten wurde, als diese fast vollständig dem Ermächtigungsgesetz zustimmte, um den kleinen Diktator zum Tyrannen zu küren, woran selbst der heute fälschlicherweise verteufelte Hindenburg nichts mehr ändern konnte. Und hat man erstmal die Freiheit durch Ausstellung eines Blankoschecks aufgegeben, gibt es kein Zurück mehr

In Katalonien gibt es nur noch eine Partei, die diese Freiheit gegenüber denjenigen verteidigt, die die Tyrannei gestatten oder ausüben. Deren Gewicht im Landtag zu erhöhen, würde dazu dienen, der Freiheitsfestung in Katalonien das Überleben zu sichern, damit sie weiterhin und noch besser in der Lage ist, die Übergriffe des katalanischen Separatistenregimes anzuzeigen und weiterhin die verfassungsrechtliche Ordnung der Freiheit und der bürgerlichen Rechte zu verteidigen, die durch die sozialistische Nomenklatur in Spanien aufs Spiel gesetzt wird. Es ist die Partei, die auch die Freiheit verteidigt, den Stierkampf genießen zu können, denn es muß die freie Entscheidung eines jeden Bürgers sein, ob man diese Mischung aus Unterhaltung, Sport und Kunst erhalten will. Denn die Freiheit des Bürgers muß Vorrang haben. Ciudadanos (C's) ist die Partei der Bürgerschaft und nicht der Nomenklatur des Regimes. Denn was zählt, sind die Bürger, nicht die überkommenen Ideologien aus der düsteren Vergangenheit.