Sonntag, 6. Juni 2010

Gauck als Armutszeugnis der Bundesrepublik

Wenn man meint, in Deutschland sei man nicht zu noch pathetischeren Schritten fähig, um den Staat vollends zu ruinieren, dann ist das ein Irrtum.

Bei der Frage, wer denn jetzt neuer Bundespräsident werden soll, hat man nicht lange gefackelt und mehr oder weniger in einer fast privaten Runde die Kandidaten gekürt: CDU-CSU und FDP haben sich auf den niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulf geeinigt, während man bei den Linken von SPD und Grünen keine bessere Idee hatte, als den ostdeutschen Joachim Gauck zu nominieren, der nach der Wende mehr schlecht als recht die mit Stasis durchsetzte Gauck-Behörde für die Aufarbeitung der Stasi-Akten geführt hatte. Damit stehen nun zwei Kandidaten für das unsinnigste Amt der Bundesrepublik zur Verfügung, die genauso profillos sind wie es fast alle Bundespräsidenten waren.

Nun hatte der Herr Gauck allerdings erst vor kurzem eine Feststellung getroffen, die ihn selbst für die Kandidatur untauglich macht:


Vielleicht ist er auch viel zu zynisch, um das einzugestehen, denn seine Behörde diente vor allem (wenn auch unbeabsichtigt) dazu, Stasi-Agenten zu ermöglichen, Akten verschwinden zu lassen, die doch für manche hohe Amtsträger sehr störend sein könnten.

Eigentlich hätte Gauck gar keine Aussichten, von der Bundesversammlung gewählt zu werden, da ja die christlich-liberale Koalition dort die Mehrheit hat, doch so leicht scheint es nicht zu sein, nachdem zuerst einige ostdeutsche Liberale und danach noch andere Politiker der Koalitionsparteien aus der Reihe getanzt sind und sich für Gauck ausgesprochen haben, ist es doch eine einmalige Gelegenheit, jetzt auch noch das oberste Staatsamt dem Osten in die Hände zu spielen.

Hinzu kommt, daß Gauck, wie er selbst bekannt hat, viel zu alt für solch ein Amt ist. Das sieht ja schon fast so aus wie im Vatikan, wo auch fast nur halb mumifizierte Kardinäle zum Zuge kommen, auch, wenn das nach dem Glaubensbekenntnis das Ergebnis göttlicher Eingebung ist. 

Ein moderner Staat sollte doch wenigstens in der Lage sein, seine Institutionen zu erneuern. Dazu gehört auch, einen Bundespräsidenten zu haben, der nicht durch Krieg und Diktaturen vorbelastet ist. Auch wenn Wulf nicht unbedingt ein besonderes Profil besitzt, so hat er wenigstens mehr Stil und mehr staatsmännisches Aussehen als ein ehemaliger Zonenkirchenbeamter.

Sollte Gauck das Rennen gewinnen, so wird die FDP keine Aussichten mehr haben, in den kommenden Wahlen im nächsten Jahr noch irgendwelche Sitze zu erlangen. Gerade von ihr hatte man erwartet, sie würde frischen Wind in die deutsche Politik bringen. In Wirklichkeit gibt es von ihr nur noch muffige Luft, vermischt mit dem Aroma der alten Trabbis und der Apparatschicks aus der Ostzone. Deutschland als Abwicklungsfall.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Die mißlungene Republik


In Wirklichkeit hätte sich Deutschland niemals in eine Republik verwandeln dürfen. Niemand wollte sie und niemand hat für sie gestimmt. Das ist das grundlegende Problem, und es ist symptomatisch für das, was jetzt nach dem Rücktritt des Präsidenten* der Bundesrepublik geschehen ist. (*Christian Wulff)

Der Bundespräsident hat eigentlich auch gar nichts mit dem deutschen Volk zu tun, das ja bei seiner Wahl überhaupt nicht gefragt wird. Die Präsidenten werden hinter geschlossenen Türen unter mehr oder weniger vier Augen bestimmt.

Deutschland hat sich schon immer mit der direkten Demokratie schwergetan. Das Volk wird nie gefragt, man stellt es einfach vor vollendete Tatsachen, egal, ob es in der Ersten Republik oder einer der beiden zweiten Republiken war (wobei es sich erübrigt, von der östlichen der beiden zu sprechen).  Auch nach dem Anschluß des Gebiets der ehemaligen kommunistischen Diktatur Mitteldeutschlands (man darf nicht vergessen, daß das Grundgesetz mit der Beitrittsformel einfach übergangen wurde) hatten die deutschen Politiker nicht den Mut, einen neuen deutschen Staat auf neuen Grundlagen zu gründen, mit einer echten Verfassung und der Beteiligung der Bürger, die stets reinen Symbolcharakter gehabt hat. Nicht nur das, man verriet das Land und sein Volk, ohne Legitimierung für irgendwelche Verhandlungen über das Staatsgebiet aus der Zeit vor 1945.

Die Erste Republik wurde nach dem Ersten Weltkrieg  - einem Krieg, der wegen einer  Quimäre begonnen wurde und in einem europäischen Desaster endete -  bereits stark beschädigt gegründet. Sie kam eigentlich nur zustande, weil der deutsche Kaiser das Land sich selber überlies, ohne seinen Teil der Verantwortung zu übernehmen und ohne bereit zu sein, zu Gunsten des Kronprinzen abzudanken, um sich dann nur noch seiner Geliebten in einem niederländischen Schloß hinzugeben. Trotzdem dachte keiner daran, erst einmal einen Volksentscheid zu organisieren, während gleich mehrere exaltierte Linke die Republik ausriefen, ohne dazu legitimiert zu sein. Das erklärt vielleicht, daß man sich so wenig mit der Republik identifizierte, die nach knapp 50 Jahren der Abschaffung der Leibeigenschaft in Preußen eine kaum entwickelte Demokratie aufwies.

Nach dem nächsten Desaster, das vor allem der Nachlässigkeit der Opposition und den Politikern der verfassungstreuen Parteien im allgemeinen zuzuschreiben ist, nachdem die Wahlen von einer Partei gewonnen worden waren, die bereits angekündigt hatte, die Demokratie zerstören zu wollen, versuchte das Land, das nach dem Zusammenbruch und der mehrfachen Teilung übriggeblieben war, eine neue republikanische Übung im Westen, die anfangs von mutigen Männern gekennzeichnet war, die nach dem Verlust viel menschlichen Kapitals infolge eines sinnlosen Krieges ohne Siegesaussichten die Zügel des besetzten Landes in die Hand nahmen, ein Land, das von den alliierten Bomben zerstört und des gröißten Teils seines heute nur mäßig wiederhergestellten Kulturerbes  und 40 % seines Staatsgebietes entledigt worden war. Man versuchte also eine neue demokratische Übung mit zahlreichen Beschränkungen durch die Westalliierten und mit künstlichen Grenzen neu geschaffener Bundesländer, weshalb das neue Staatsgebilde nicht über Mechanismen verfügt, die eine stärkere Identität mit dem Staat fördern.

Der Bundespräsident ist nicht nur eine rein dekorative Institution ohne Macht und fast ohne Meinungsfreiheit. Er wird nicht vom Volk gewählt, damit sich nicht eine nichtvorhandene Erfahrung aus der Ersten Republik wiederhole (man bedenke, daß der Almzwerg über das Parlament und dank der nützlichen Idioten der damaligen konservativen Rechten an die Macht kam, während man heute die Geschichte verfälscht, indem man die Verantwortung für das Desaster dem Reichspräsidenten von Hindenburg in die Schuhe zu schieben versucht), sondern die Wahl des Präsidenten der Republik erfolgt über die Bundesversammlung, die sich aus Bundestag (Unterhaus) und Bundesrat (Oberhaus) sowie einigen zu diesem Zweck  gewählten Landtagsabgeordneten und neuerdings auch irgendwelchen frei bestimmten Bürgern zusammensetzt, die für dieses Wahltheater zusammentreten. Die Kandidaten waren immer Ergebnis eines Konsenses zwischen den parlamentarischen Gruppen, die die Mehrheit der Bundesversammlung in der Hand haben, die nur den Zweck hat, den Bundespräsidenten zu wählen.

Abgesehen von Theodor Heuss, dem ersten und wahrscheinlich besten der Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, war Köhler vielleicht der am wenigsten sterile Präsident. Bedeutsam ist dabei auch, daß er Mitglied einer Volksgruppe ist, die langsam ausstirbt, denn er ist Sohn einer deutschen Familie aus dem nördlichen Bessarabien (früher Rumänien, heute Moldau), die infolge des Hitler-Stalin-Paktes aus ihrer Heimat vertrieben und dann 1942 in den besetzten Gebieten Polens zwangsangesiedelt wurde, um die Gegend mit Deutschen zu besiedeln. Dort wurde Köhler 1944 bei Lublin geboren, bis die Familie dann auch gleich wieder von den einfallenden russischen Truppen vertrieben wurde und sich in der sowjetischen Besatzungszone niederließ, aus der sie 1953 erneut fliehen mußte, um dann im westdeutschen Schwaben eine neue Heimat zu finden. Man könnte sagen, daß die Bundesrepublik so durch einen Mann vertreten wurde, der viel vom deutschen Volk weiß und versteht.

Sein Rücktritt läßt ein Deutschland erkennen, das in die absolute Dekandenz verfallen ist und dessen Bevölkerung sowohl ihre Identität als auch ihren nationalen Zusammenhalt verloren hat. Die mangelnde Achtung, die man den Institutionen und der eigenen Kultur und Sprache entgegenbringt, führen Deutschland auf einen gefährlichen Weg.  Die respektlosesten Politiker sind derzeit die Grünen, mit ihren geifernden Vertretern Trittin (ein frührerer Maoist der 68er), der Deutschtürke Özdemir (der vor einigen Jahren wegen Korruption gehen mußte, sich in Brüssel wieder politisch hocharbeitete und mit neuer Kraft und Frechheit erneut die grüne Tagespolitik mitbestimmt) oder dem implodierten Papageien Roth (der einzige Fall, der einen Burka rechtfertigen könnte). Und die SED-PDS-Die Linke hat sowieso keinen Respekt vor der Demokratie. Die Deutschen scheinen es nicht zu merken, aber Deutschland gehört schon längst nicht mehr den Deutschen.

Der Gesichtausdruck Köhlers während seiner Rücktrittsverkündung sprach Bände. Es handelt sich nicht nur um einen falsch ausgelegten Kommentar zu den militärischen EInsätzen im Ausland. Die Probleme liegen tiefer. Einen Großteil der Schuld trägt mit Sicherheit die Bundeskanzlerin Merkel, denn es ist ja schon eine ganze Reihe gewichtiger Vertreter ihrer Partei zurückgetreten, und ihre liberalen Koalitionspartner sind den Umständen nicht gewachsen, vertreten keine festen Grundsätze und stehen unter der  Fuchtel der Frau, die von einem bekannten Kabarettisten treffend als "Zonenwachtel" bezeichnet wird.

Die Republik leidet schon seit langem unter einem Stillstand. Das massive Ausschwärmen der früheren Zonendeutschen stellt einen weiteren Faktor der Auflösung des Landes dar. Die Beteiligung der Kommunisten aus dem Osten an allen Institutionen hat die Qualität der Demokratie verschlechtert, und mit ihnen haben sich Tausende von Stasis (Spione und Informanten des zonendeutschen Geheimdienstes) in die (west-)deutschen Institutionen eingefiltert, insbesondere dort, wo die Kommunisten mit den Sozialisten der SPD in Koalition regieren, zum Beispiel in Berlin. Die Stasi arbeitet weiter, in Rathäusern, in Sicherheitsunternehmen (Welch ein Zynismus!), einfach überall. Auch in Spanien - und wer es nicht glaubt, der schaue doch nur einmal, was nicht alles so in Kuba, Venezuela oder Bolivien passiert, denn nützliche idioten und gefährliche Drahtzieher gibt es überall.

Ein Ereignis wie der Rücktritt Köhlers wäre in einer Monarchie undenkbar. Dies ist gerade einer der großen Werte der monarchischen Institution, denn die Stabilität der Monarchie stärkt das Land und läßt es nicht in eine institutionellen Prekärlage geraten, welbst wenn andere Institutionen des Staates sehr viel zu wünschen übrig lassen.

Deutschland bleibt wenig Zeit zum Überleben als Nation und Kulturvolk. Vielleicht ist eine radikale Veränderung erforderlich. Deutschland aufzulösen und etwa in neun unabhängige Staaten zu unterteilen, um ungefähr den Zustand aus der Zeit vor 1871 wiederherzustellen, wäre kein schlechter Gedanke. Dem deutschen Volk würde das helfen, seine Identität wiederzufinden, und zwar die der historischen Länder. Aber das würde bedeuten, auch zur Monarchie zurückkehren zu müssen, und es sieht nicht danach aus, daß das deutsche Volk in der Lage wäre, soviel Vorstellungskraft und Kreativität zu zeigen. Es ist doch ein  Volk, das am Ende ist. Wie schade.

Dienstag, 18. Mai 2010

Beckmanns Monologe oder Die Selbstherrlichkeit eines unkultivierten Phrasendreschers

Reinhold Beckmann war noch nie ein Fernsehmoderator, der sich durch Sachkenntnis auszeichnet. Vor allem ist auffallend, daß er wohl noch nie etwas von Fallbeugung gehört hat, denn für ihn scheinen Genitiv, Dativ und Akkusativ das gleiche zu sein wie Nominativ. Das sagt schon viel über seine intellektuelle Qualität als Initiator und Leiter einer Fernsehgesprächsrunde aus.
Seine gestrige Sendung war wieder einmal ein Beweis für seinen Dilettantismus. Nicht nur, daß er kein richtiges Deutsch kann und sich bemüht, durch Einflechtung unnötiger Anglizismen so zu tun, als wäre er ganz modern, er will auch immer im Vordergrund stehen, indem er seine Sendung fast mehr als Monolog statt als Dialog führt.

Die Gäste versprachen eigentlich interessanten Stoff: Der Bundesminister für Verteidigung Karl Theodor zu Guttenberg, der bekannte deutsche Börsenfachmann Dirk Müller und der angesehene und kenntnisreiche Journalist Peter Scholl-Latour. Aber wie sich schnell herausstellte, war Beckmann nicht auf der Höhe der Umstände und verwandelte die Sendung in ein Wandgespräch mit zu Guttenberg, vermischt mit den monologartigen Vorgaben Beckmanns und einigen wenigen EInwürfen der anderen beiden Gäste, die eigentlich viel mehr zu sagen hatten.

So zielten auch die fast selbstbeantworteten Fragen Beckmanns mehr auf zu Guttenberg ab als auf einen Gedankenaustausch unter den vier Teilnehmern der Gesprächsrunde: Die Griechenland-Pleite. Der Koalitionskrach. Die geplatzten Steuersenkungspläne der Liberalen. Das Aufbegehren der Landesfürsten innerhalb der Union. Der demografische Wandel. Die Diskussion um eine Transaktionssteuer. Der Streit um die Dauer der Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken. Merkels Verhältnis zu Sarkozy. Und zu Koch. Und zum DGB. Nicht zu vergessen Ballack und sein gerissenes Innenband, ein durchaus überflüssiges Füllsel, das völlig fehl am Platze war.

Das nichtssagende Gefasel zu Guttenbergs, der es tunlichst vermied, irgendeine Aussage zu den angesprochenen Themen zu machen, die albernen Zitate Beckmanns auf dem Studiobildschirm und die Unfähigkeit Beckmanns, auf interessante Bemerkungen Scholl-Latours einzugehen, machten die Sendung gähnend langweilig.

Zum Beispiel warf Scholl-Latour beim Thema Afghanistan ein, es ginge um ganz andere Dinge dort als das, was der Bundesverteidigungsminister preisgab. Doch das interessierte Beckmann ganz und gar nicht und rief auch bei zu Guttenberg nur herablassende Blicke hervor. Auch die Tatsache, daß Scholl-Latour erst kürzlich wieder in Usbekistan war, lies Beckmann unbeeindruckt. Wäre es nicht aufregend, mehr darüber zu erfahren?

Dirk Müller kam nur beim Thema Börse und Griechenlandhilfe zu Wort, wurde von Beckmann aber in der zweiten Hälfte des Programms gar nicht mehr einbezogen. Warum Scholl-Latour überhaupt eingelanden wurde, blieb unklar, er wurde fast gar nicht befragt und bei seinen Ausführungen meistens unterbrochen, denn Beckmanns Weisheiten waren viel wichtiger.

Eins ist klar: Ich werde diese Sendung nicht mehr sehen. So viel Dilettantismus ist unerträglich. Es reicht nicht, sich mit bekannten Leuten aus Presse und Wirtschaft zu umgeben, wenn der Leiter des Gesprächs so ungebildet und unfähig ist wie Beckmann. Solche Sendungen zu sehen, ist eine Zeitverschwendung, sie tragen nichts zur besseren Kenntnis aktueller Ereignisse bei, während man aufgrund des schlechten Deutschs Beckmanns dazu noch Magenkrämpfe bekommt. Das Fernsehen sollte eigentlich auch eine kulturelle Bereicherung sein, nicht eine Verunglimpfung der Sprache und ein Affront gegen intelligente Menschen, die mehr zu sagen haben als überhebliche Fernsehmoderatoren, bei denen man nicht weiß, wie und warum sie überhaupt solche Sendungen bekommen haben.

Samstag, 26. September 2009

Familie Monster in Washington

"¡Ihr seid pa-the-tisch!"
Tamara [Ámbar] dixit

"Das ist der Horror!"
General Kurtz in Apocalypsis now
Lassen Sie die Musik spielen, um das Thema zu begleiten




Das ist das Bild Spaniens vor den Augen der Welt. Der pathetischste Premierminister Spaniens aller Zeiten mit seiner Frau und seinen beiden GOTISCH GEKLEIDETEN!!! Töchtern in Pose für das Familienportrait mit dem US-Präsidenten Obama und seiner Frau.

Abgesehen davon, daß es jedermann freisteht, sich zu kleiden wie er will, handelte es sich hier aber um einen protokollarischen Staatsbesuch, und so privat dieser auch gehalten worden sein mag, war er alles andere als privat. Mehr noch: Das Weiße Haus selbst hatte das Photo am amtlichen Netzstandort veröffentlicht, bis es auf Geheiß des zensurbeflissenen Zapateros wieder entfernt wurde. Aber die Wahrheit kommt immer an den Tag, in diesem Falle die jämmerliche, um nicht zu sagen die dekadent-surrealistische WIrklichkeit.





Nicht genug mit diesem Versuch der Zensur eines Photos aufgrund der Beschämung, die es selbst beim spanischen Mr. Bean und Frau Gürgellchen (die Frau Zapateros ist bekanntlich Chorsängerin) hervorgerufen hat, hat der pathetischste aller bisherigen Premierminister Spaniens nun von der Verletzung des Privatlebens seiner zwei mißratenen Töchter ins Spiel gebracht, die genauso mißraten sind wie seine Regierungspolitik.

Das Bild sagt mehr als tausend Worte. Das ist eben gerade das Ebenbild der Sozialpolitik Zapateros. Das ist die Jugend von heute in Spanien, die der Saufgelage im Freien. Aber die Anhänger des Gothik-Kultes sind auch eine Unterart der heutigen Jugendszene in Spanien, Ausdruck einer dekadenten Gesellschaft, die sich in einem Zustand befindet, der noch schlimmer ist als äußerlich erkennbar.

Wir haben ein Recht darauf zu sehen, was die Familie Zapatero macht, wenn sie in vom Staat bezahlten Militätflugzeugen durch die Welt reist. Verletztes Privatleben? Was Zapatero verletzt hat, ist - wieder einmal - die Würde Spaniens, indem er ein pathetisches Bild abgegeben hat.

Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber die Sache hat es in sich. Da ist es nicht verwunderlich, wenn Zapatero zu solch abwegigen Erkenntnissen gelangt wie die, daß "die Schuld an der Wirtschaftskrise dem Klimawandel zuzuschreiben ist".


Ich weiß nicht, ob wir kurz davor sind, jammervoll zu weinen oder einen hysterischen Lachanfall zu bekommen. Ich glaube, die Würde ist so etwas wie ein "Gemütszustand". Ganz so, wie Zapatero die Wirtschaft als Gemütszustand beschrieben hat. Nur ist es so, daß der Gemütszustand in Spanien langsam am Boden zerstört ist.


ALBUM DER IM NETZ ZU GEFUNDENEN PHOTOMONTAGEN






http://i107.photobucket.com/albums/m293/mbolo2002/la%20familia%20zapamonster/familiazpgrandeb.jpg




Montag, 14. September 2009

Arenys de Munt - Der Anfang vom Ende in Spanien?

Die gesetzwidrige Volksbefragung, die gestern in der kartalanischen Gemeinde Arenys de Munt bei Barcelona stattgefunden hat, bedeutet eine Zeitwende für die separatistischen Bewegungem in Spanien, insbesondere wegen der völligen Passivität der spanischen regierung, des Verfassungsgerichts und der Justiz im allgemeinen sowie der Regierungsvertertung in Katalonien im konkreten Fall (der die polizeiliche Zuständigkeit zukommt).

Trotz der Anzeige, die die nicht nationalistische Partei Ciudadanos-Partido de la Ciudadanía (Bürgerpartei) gegen die Abhaltung der Volksbefragung bei der Justiz eingereicht hatte, woraufhin diese Volksbefragung als gesetzwidrig erklärt wurde, da weder die Gemeinden noch die Landesregierungen in Spanien befugt sind, Volksbefragungen oder Volksentscheide einzuberufen und abzuhalten, denn hierfür ist nur die Zentralregierung bzw. der Kongreß (Unterhaus) zuständig,wenn es sich um nationale Fragen handelt, während die Gemeinden nur Volksentscheide über Gemeindeangelegenheiten abjhalten können. Im Gegensatz zu Ciudadanos haben die beiden Parteien, die eigentlich die nationale Einheit Spaniens verteidigen müssen (PP-Volkspartei und PSOE-Sozialistische Partei ) keinen Finger gerührt und auch kaum die Stimme erhoben, um gegen diese gesetzwidrige Volksbefragung zu protestieren, womit die Gemeindeverwaltung dieses katalanischen Ortes die Abstimmung durchführen konnte, ohne dabei auf Hindernisse zu stoßen.


Sehr traurig und bedauerlich ist es, daß die einzigen Verteidiger Spaniens aus einer Gruppe exaltierter Falangisten bestand, die eben gerade das Bild abgaben, das man in solchen Fällen nicht abgeben sollte, womit die Verteidigung der nationalen Einheit Spaniens zu einer anekdotischen und lächerlichen Veranstaltung wurde, während ie demokratischen Parteien fehlten, um Argumente gegen die Unabhängigkeit und für das Eintreten für die verfassungsrechtliche Ordnung darzulegen. Ich würde fast davon ausgehen, daß das Erscheinen der Falangisten eine von der katalanischen Regierung selbst geplante und angestiftete Veranstaltung war, um jedes Anzeichen für spanisches Nationalbewußtsein am Tage der Volksbefragung ins Lächerliche zu ziehen.

Davon abgesehen ist eine Wahlbeteiligung von nur 41% unzureichend. Von den abgegebenen Stimmen (2.671), stimmten 61 mit Nein, 29 Stimmen waren Enthaltungen, 12 ungültig, und 2.568 stimmten für die Unabhängigkeit. Es ist davon auszugehen, daß die restlichen 59% der Wahlberechtigten der Volksbefragung keine Bedeutung zugemessen haben, die ja nur symbolischen Charakter hat, und man könnte sogar mutmaßen, daß diese 59% gegen eine Unabhängigkeit Kataloniens sind, die auf keinen Fall von einer Minderheit entschieden werden könnte.


Die Veranstalter der gesetzwidrigen Volksbefragung, die Arenyser Bewegung für die Selbstbestimmung (Moviment Arenyenc per l'Autodeterminació), kündigten das Ergebnis inmitten von hunderten Personen an, die sich vor dem Wahllokal des Cafés Centre Moral in Arenys in festlicher Stimmung mit Gesängen und Rufen für eine Unabhängigkeit versammelt hatten.


Was ich für eine Verfälschung der Wirklichkeit halte, ist, den hohen Anteil der Ja-Stimmen für eine Unabhängigkeit (96%) als einen Kontrast zu dem 19% der Katalanen darzustellen, die sich bei einer jüngsten Umfrage der katalanischen Landesregierung vom Juli für die Unabhängigkeit aussprachen, ein Anteil, der dem aus der Umfrage von Oktober 2004 entspricht und für ganz Katalonien gilt. Man muß angesichts der Ergebnisse bedenken, daß an der Volksbefragung fast ausschließlich diejenigen Bürger Arenys' teilgenommen haben, die mit dem Separatismus sympathisieren (das Mindestalter für die Teilnahme war 16 Jahre!). Außerdem haben sicherlich viele Wähler aufgrund der Tatsache, daß die Volksbefragung nicht bindend ist, da sie gesetzwidrig ist und eigentlich gar nicht abgehalten werden durfte, im Ernstfall vielleicht nicht für die Unabhängigkeit gestimmt hätten, da sie wissen, welche Folgen das für ihr Leben haben könnte. Im Falle eines wirklichen Volksentscheides würden sich viele wohl sehr überlegen, ob eine Unabhängigkeit Kataloniens von Vorteil für sie ist. Es erscheint sehr unglaubwürdig, die Stimmen von 2.600 Wählern bei fast 7.000 Wahlberechtigten als frepräsentativ für den Volkswillen einer ganzen Region wie Katalonien.

Was sehr wohl besorgniserregend ist, ist die mögliche Zuspitzung der gesetzwidrigen Volksbefragungen, die die hingenommene Abstimmung in Arenys de Munt provozieren könnte. Verschiedene Persönlichkeiten aus dem politischen Leben der Region wie die Senatorin Montserrat Candini (CiU-Konservative katalanische Nationalisten), der Vorsitzende der Republikanischen Linken Joan Puigcercós (ERC), der Ressortleiter für Einwanderungspolitik der katalanischen Christdemokraten (CDC) Àngel Colom, der Europaabgeordnete der Republikanischen Linken (ERC) Oriol Junqueras sowie die Bürgermeister verschiedener Gemeiknden Kataloniens - darunter auch der Bürgermeister von Serós, Gabriel Pena, der auch schon eine solche Volksbefragung angekündigt hat - waren bei den Feierlichkeiten anwesend.

Wie der Presse zu entnehmen war, sind es mittlerweile etwa 60 Gemeinden, die die Absicht geäußert haben, eine solche Volksbefragung wie in Arenys de Munt durchzuführen, die im Ausland ein großes Medienecho gefunden hat, und man kann sich lebhaft vorstellen, was das bedeutet, vor allem, wenn die Regierung Spaniens und die Justiz weiterhin tatenlos bei Veranstaltungen zusehen, die gegen die Verfassung und die geltende Gesetzgebung verstoßen. Auch Seine Majestät der König scheint sich nicht daran zu stören, während er selbsteingeladene Diktatoren wie Hugo Chávez empfängt. Man gewinnt den Eindruck, daß es der König fast genießt, von katalanischen Separatisten und ausländischen Tyrannen beleidigt und erniedrigt zu werden, die von Kolonialismus sprechen, wenn sie sich auf Spanien beziehen. Das könnte der Anfang vom Ende des Spaniens sein, wie wir es bisher kannten, und das nicht einmal mehr seine höchsten Institutionen verteidigen.

Nota Bene: Katalonien war in der Vergangenheit niemals ein selbständiges Land, weder unter den Westgoten noch während der Wiedereroberung (Reconquista) und auch nicht in den Zeiten des Königreichs Aragonien, zu dem seine Grafschaften gehörten, bis sich Aragonien und Kastilien zu einem einheitlichen Spanien mit regionalen Sonderrechten vereinigten. Durch ständige Geschichtsverfälschung versuchen die katalanischen Regierungen, ihr Unabhängigkeitsstreben zu rechtfertigen, das jeder geschichtlichen Grundlage entbehrt.