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Dienstag, 18. September 2012

Schönefeld: Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt.

Der Berliner IHK-Präsident Eric Schweitzer verteidigt den Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Wowereit.


Schoenefeld_160912
Kommt er oder kommt er nicht, der "modernste" Flughafen Europas?

Während die Zahl der BER-Witze inzwischen Legion (ursprünglich: Römische Heereseinheit mit 3000–6000 Soldaten) ist, und jüngst in der B.Z. ein Friedhofs-Witz ("Großflughafen BER, halb so groß wie der Friedhof von San Francisco, doppelt so tot") seine Neuauflage feierte, schien die Zahl der Freunde von Klaus Wowereit in der letzten Zeit doch stark abgenommen zu haben.

Umfragewerte sanken, und auch die schonungslose Selbstkritik des Regierenden Bürgermeisters und Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), Klaus Wowereit, im Berliner Abgeordnetenhaus ("... es sind Fehler gemacht worden, auch große und ärgerliche!") brachte KW vom politischen Gegner und der Öffentlichkeit nur Häme ein.

Damit ist nun Schluß!

Laut "Tagesspiegel" vom 17.9.12, "Wirtschaft stellt sich hinter Wowereit", sprang nun mit dem Präsidenten der IHK-Berlin, Eric Schweitzer, KW ein wahrer Freund mit den folgenden Worten zur Seite:

„Klaus Wowereit trägt keine persönliche Schuld, und er hat als Aufsichtsratsvorsitzender, soweit ich das beurteilen kann, keine entscheidenden Fehler gemacht“.

Und:

Als der Eröffnungstermin im Mai abgesagt wurde, habe sich Wowereit "sofort und intensiv auf die Suche nach den Ursachen gemacht und die richtigen Konsequenzen gezogen."

Diese Worte kommen einem vor wie die Stellungnahme eines Fußballtrainers, dessen Mannschaft gerade nach hecktischen Umstellungen und Auswechslungen 0:7 vor heimischem Publikum verloren hat, und der anschließend von „vielen guten Ansätzen“ spricht. Fußball-Kommentatoren sagen dann deutlich, daß der Trainer wohl ein anderes Spiel gesehen haben muß.

Ähnlich verhält es sich mit den Aussagen des Berliner IHK-Präsidenten.

Wir möchten daher Herrn Schweitzer nur noch einmal stichpunktartig an die großartige und „fehlerfreie“ Arbeit des Aufsichtsratsvorsitzenden KW erinnern:
  • Der offensichtlich überforderte Flughafenchef Schwarz wurde von KW ausgesucht und mit einem fürstlichen Gehalt bedacht.
  • Auf die Einstellung eines Geschäftsführers Finanzen wartet man bis heute.
  • Der angesehene Technikchef Thomas Weyer verließ 2008 die Flughafengesellschaft und baut jetzt die 3. Piste in MUC.
  • Fehlende Nachfragen zur Terminierung des BBI/BER, ob denn in Berlin tatsächlich schneller gebaut werden könne als beim vergleichbaren Neubauprojekt in München: In Berlin wollte man zwischen Richtfest und Inbetriebnahme nur die halbe Zeit benötigen.
  • Mangelnde Präsenz vor Ort. Laut B.Z. war der Aufsichtsrat mit seinem Vorsitzenden KW in 4 Jahren nur zweimal auf der BER-Baustelle.
  • Kein entschiedenes Vorgehen gegen die vielfach berichtete Schwarzarbeit - womit nicht die Tätigkeit des Flughafenchefs gemeint ist - auf der BER-Baustelle.
  • Schließung Tempelhofs mit der unwahren Begründung, daß eine Offenhaltung von THF zu einem Baustopp des BBI/BER führen würde. Leichtfertige Aufgabe von Reservekapazitäten in THF mit der Folge einer riskanten Überlastung von Tegel.
  • Kurz vor der Absage des BBI/BER-Eröffnungstermins 17.3.13 am 8.5.12, als die Berliner Spatzen sich schon heißer gepfiffen hatten, wurde dieser überholte Termin noch vielfach bestätigt - ohne Rücksicht auf die Planungen der gewerblichen Mieter. 

Wie heißt es doch im Lied "Ein Freund, ein guter Freund" der "Comedian Harmonists" von 1930:

"Ein Freund, ein guter Freund,
das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt.
Ein Freund bleibt immer Freund,
und wenn die ganze Welt zusammenfällt.
Drum sei auch nicht betrübt,
wenn dein Schatz dich nicht mehr liebt.
Ein Freund, ein guter Freund,
das ist der größte Schatz, den's gibt."

Schön für KW und ES, schlecht für Berlin!

Und haben es die unvergessenen "Comedian Harmonists" verdient, mit KW und ES in einem Atemzug genannt zu werden? Nein, das haben sie nicht!

Ihr Thema-Tempelhof Team
…und nicht das Tempelhof-Buch vergessen:

Bestellung: Der Fall (von) Tempelhof


© Das Thema Tempelhof e.V. 2012: Direkte und indirekte Textzitate sind nur mit einer vollständigen Quellenangabe zulässig.


Der Newsletter „Das Thema Tempelhof“ - die Fachinformation zum Flughafen Tempelhof und zum Flughafensystem der Region Berlin-Brandenburg, wird herausgegeben vom Verein „Das Thema Tempelhof e.V.“ 

Pressekontakt / V. i. S. d. P.


Wolfgang Przewieslik, 0176-223 550 70, 030-231 30 318, E-Post

Samstag, 19. Mai 2012

Russenpiste Schönefeld: BBI, der Flughafen in Gedanken

Dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit entgleiten die Ereignisse


BBI_I_

Der Titel ist dem Filmtitel „Was nützt die Liebe in Gedanken“ entlehnt, weil wir uns nun schon seit Jahren fragen, was ein „Flughafen in Gedanken“, sprich der BBI, nutzt, da doch die Region einen realen Großflughafen mit einem realen Ergänzungsflughafen benötigt.

Wir hatten auch überlegt, Klaus Wowereit im Untertitel zu zitieren, da er nun wieder obenauf ist und im Berliner Abgeordnetenhaus ganz dringend eine Botschaft loswerden mußte, die da lautete: "Die Bürgerinnen und Bürger konnten sich am Tag der offenen Tür anschauen, was für ein toller Flughafen das wird", Spiegel Online 18.5.12.

BBI_II_

Diese Worte als Realitätsverlust zu bezeichnen, wäre wohl schon zu viel der Ehre, angesichts der Tatsache, daß die Genehmigungsbehörden dem „tollen Flughafen“ von Herrn Wowereit wegen Brandschutzdefiziten ein „No Go!“ erteilt haben.

Und daß Herr Wowereit die Unverfrorenheit besitzt, nach den schon erfolgten Terminabsagen von 2007, 2010 und 2011 – die allesamt in seiner Amtszeit als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft stattfanden – die Verantwortung weiter zu schieben, macht uns fassungslos.

Spätestens nach der Terminabsage 2010 hätte eine gründliche Fehleranalyse stattfinden müssen, die sicher zu dem Ergebnis gelangt wäre, daß - wie wir schon damals berichteten - der Flughafenneubau um ca. 18 (!) Monate hinter dem Zeitplan lag und daß es kein Indiz dafür gab, daß dieser Rückstand wesentlich verkürzt werden könnte.

Aber nein, da mutmaßlich nicht sein konnte, was politisch nicht sein durfte, verkündete man den nächsten unrealistischen Eröffnungstermin.  Da die Medien dieses Spielchen mitmachten, fand dieses Theater erst sein Ende, als eine Genehmigungsbehörde den Daumen senkte.

In diesem Zusammenhang ist es auch vollkommen uninteressant, was Klaus Wowereit wann nicht gewußt hat – die einzig sinnvolle Frage lautet jetzt, warum der Regierende Bürgermeister von Berlin, in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft, nicht nachgefragt hat.

Eins ist jedenfalls glasklar:

Die Mauer des Schweigens, die in den letzten Jahren rund um das regionale Flughafensystem hochgezogen worden ist, beginnt zu wanken, und insbesondere außerhalb der Berliner Stadtgrenzen gibt es offensichtlich Genehmigungsbehörden, die Sachverhalte fachlich und nicht politisch bewerten.

Und daß sich diese Instanzen von gelungenen oder nicht gelungenen Publikumstagen beeindrucken lassen könnten, ist u. E. mehr als unwahrscheinlich. Klaus Wowereit verliert zunehmend die Kontrolle über die Ereignisse.

Und am Ende des Tages fehlt nicht „nur“ ein funktionsfähiger Brandschutz für den BBI, sondern es fehlt eine planungssichere Luftverkehrskapazität für Millionen Menschen in der Region, da man mit Tempelhof, dem als „Flughafen der Millionäre“ geschmähten Ergänzungsflughafen, leichtfertig und ohne rechtlichen Zwang eine Entlastungsmöglichkeit aus der Hand gegeben hat.

Und um das Versagen und die Unfähigkeit der Berliner Landespolitik komplett zu machen, hält man nun stur - und erneut wider besseres Wissen - an der Schließung Tegels fest.

Mit den besten Grüßen
Ihr Thema-Tempelhof Team


P. S.

Auf der Website der Flughafengesellschaft war übrigens kurzzeitig als vermeintlich neues Eröffnungsdatum der 17. März 2012 (!) zu lesen. Tja, dieses Datum ist inzwischen verfallen, wie auch andere Daten davor und danach ohne Ergebnis verfallen sind.

Veranstaltungshinweis:

Berliner Flughafenfreunde und das Aktionsbündnis www.be-4-tempelhof.de laden ein zur Demonstration:

Nein zum Einzelflughafen-Konzept! Berlin braucht mehr als einen Flughafen! Gegen die Schließung des Flughafens Berlin-Tegel (TXL)

Datum: Sonntag, den 20.05.2012
Uhrzeit und Ort: 15:00 Uhr bis 18:30 Uhr im Flughafen Tegel (Haupthalle)

Bitte zeitnah unter www.be-4-tempelhof.de aktuelle Informationen abfragen.

Der Newsletter „Das Thema Tempelhof“ - die Fachinformation zum Flughafen Tempelhof und zum Flughafensystem der Region Berlin-Brandenburg, wird herausgegeben vom Verein „Das Thema Tempelhof e.V.“ 

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Wolfgang Przewieslik, 0176-223 550 70, 030-231 30 318, wolfgang.przewieslik@das-thema-tempelhof.de


Mittwoch, 9. Mai 2012

Gurkensalat auf der Berliner Russenpiste

General Potemkins Russenpiste in Schönefeld
Selten so gelacht. Welch eine Erfrischung. Da saßen sie nun, diese Gurken von bolschewistischen Revanchisten, und wußten nicht, wie sie erklären sollten, daß die Russenpiste nun doch nicht wie geplant am 3. Juni 2012 in Betrieb genommen werden kann. 

Das war ja abzusehen. Vor sechs Monaten sah es dort in der östlichen Zonenpampa nicht viel besser aus als jetzt, mit dem einfallslosen Glaskasten der Flughafenhaupthalle des ehemaligen Interflug-Standortes noch halb im Rohbau. Das sah doch schon ein Laie, daß dort in sechs Monaten kein Flugverkehr stattfinden konnte.

Die beiden Cornichons neben den Obergurken blickten auch sehr erschrocken drein, vor allem der Sprecher der Geschäftsführung. Und der Chefplaner sah genauso aus wie man es von einer Gurke erwartet. Und man fragt sich doch, was denn so ein Chefplaner eigentlich macht. Ist er denn nicht täglich auf dem Gelände, auf dem angeblich ein Flughafen entsteht? Oder plante er nur die Feiern für den Partybolschewiken Wowereit?

Saure Gurken und bolschewistisches Chaos
Das haben die beiden roten Gurken nun von ihrer Tempelhofschließung. Das ganze Chaos ist außerdem ein Warnhinweis dafür, daß eine Hauptstadt wie Berlin nicht auf Ausweichflughäfen verzichten kann. Die Schließung Tempelhofs und Tegels ist verantwortungslos, da man die Stadt nicht nur ihrer Steuereinnahmen beraubt, die jetzt nach Brandenburg gehen, sondern auch, weil zwei voll betriebsfähige und weltbekannte Flughäfen nicht sinnlos geschlossen werden dürfen. Gerade Tempelhof ist mit seinen zwei Pisten und dem viertgrößten Gebäudekomplex der Welt der bequemste und ausbaufähigste Flughafen überhaupt, der nur einer umfangreichen Modernisierung bedürfte, um wieder ein Aushängeschild für Berlin anstatt zum Bolzplatz des Mobs umgewandelt und zerstört zu werden.

Das Chaos auf der Russenpiste wird auch noch nicht bedachte Folgen haben. Während man noch vor zwei Wochen selbst seitens der Tempelhofverräter Lufthansa und Air Berlin versicherte, die Eröffnung am 3. Juni werden ohne Zweifel stattfinden, ist jetzt mit millionenschweren Schadensersatzforderungen zu rechnen, denn Fluggesellschaften haben bereits neue Flüge geplant und verkauft, die Läden haben sich auf die Eröffnung vorbereitet und viele sind schon zum Umzug von Tegel in die Ostzone gezwungen worden. 

Vielleicht sollte man den Namen des Flugplatzes ändern: Wie wäre es mit General Potemkins Russenpiste? Der würde doch besser passen als der des unehrenhaft gegangenen ehemaligen Bundeskanzlers und ebenso unfähigen ehemaligen Regierenden Bürgermeisters Berlins. 

Bei soviel Dilettantismus ist es an der Zeit, daß die Hauptverantwortlichen zur Verantwortung gezogen und zum Rücktritt gezwungen werden. Und dann wundern die sich noch über den Erfolg der Piraten.

Sonntag, 23. Januar 2011

Brot & Butter: Die Schwierigkeit der Rechtfertigung einer Flughafenschließung

Klaus Wowereit macht wieder Reklame: Die Modemesse Bread & Butter fand vom 19.-21.01.2011 in Tempelhof statt.

Die täglichen Unterhaltskosten des geschlossenen Flughafens Tempelhof betragen über 100.000 Euro.

Anläßlich der aktuell stattgefundenen Modemesse Bread & Butter geriert sich Klaus Wowereit wieder einmal als Reklame-Weltmeister: In Sachen Öffentlichkeitsarbeit kann er es mit jedem Profi aufnehmen.

Unbeeindruckt von der hartnäckigen Kritik der Tempelhof-Freunde, die die Flughafenschließung nach wie vor als eine schwerwiegende Schädigung der regionalen Luftverkehrsinfrastruktur und als Quelle von hohen Verlusten für den Landeshaushalt kritisieren, brennt Klaus Wowereit in diesen Tagen erneut ein PR-Feuerwerk ab.

1. Tempelhof: 2x3 Tage pro Jahr mit der Bread & Butter
Und die Hauptstadtpresse jubelt mit und freut sich über extra Anzeigenumsätze: „Der gedruckten Ausgabe des Tagesspiegels liegt heute eine zwölf Seiten starke Beilage zur Bread & Butter bei, die wir Ihnen, liebe Leserinnen, liebe Leser, hiermit gern ans Herz legen“, hieß es im Tagesspiegel vom 20.01.11. Und da in Berlin fast nichts ohne den Senat läuft, jubelt scheinbar die ganze Stadt.

Stillstand in Tempelhof, weiter ansteigende Schließungskosten? Aber nein, Klaus Wowereit hat doch die Bread & Butter nach Tempelhof geholt. Zwar nur für 2 x 3 Tage im Jahr, aber das dann gleich für die nächsten 10 Jahre. Und ist nicht geradezu der Eindruck entstanden, daß Tempelhof der natürliche Standort der B & B ist?

Unseren Lesern wollen wir aber trotz alledem Fakten bzw. die nackten Zahlen ans Herz legen:

Der geschlossene (!) Flughafen Tempelhof erfordert pro Jahr Unterhaltskosten von mindestens 20 Mio. Euro, sprich 1,7 Mio. Euro pro Monat. Für die seit dem 01.01.11 amtierende Tempelhof Projekt GmbH, unter dem Geschäftsführer der Adlershof Projekt GmbH, Gerhard W. Steindorf, werden „Unterhaltskosten“ von ca. 16,7 Mio. Euro pro Jahr, also monatlich ca. 1,39 Mio. Euro, benötigt.

2. Tempelhof: 359 Tage im Jahr ohne die Bread & Butter
Insgesamt ergibt sich folglich ein monatlicher Bedarf von 3,09 Mio. Euro, also ein täglicher (!) Finanzbedarf von ca. 100 548 Euro für den Flughafen Tempelhof. Diverse Investitionen und Zusatzleistungen sind hier noch nicht mit eingerechnet.

Da andere Einnahmen größeren Ausmaßes nicht bekannt sind, muß der Wowereit-Spezi und Geschäftsführer der B&B, Karl-Heinz Müller, aber an den 6 Ausstellungstagen pro Jahr satte Umsätze machen, um dem Land Berlin die dringend benötigten Einnahmen für den Unterhalt des gesamten Flughafenobjekts zu ermöglichen, ansonsten wäre der geschlossene Flughafen Tempelhof eine immense Verlustquelle für den Landeshaushalt. Man hört aber, daß eine B&B dem Land nur 1 (!) Mio. Euro einbringt, wobei unklar ist, ob die überhaupt schon einmal tatsächlich gezahlt wurden. Mußte dafür der Flughafen Tempelhof geopfert werden?

Was sagten doch die Berliner Grünen? Sie bescheinigten dem Berliner Senat und damit Klaus Wowereit, daß er haushaltsrelevante Beschlüsse „ohne Substanz“ fassen und Planungen, wie z. B. den Neubau der Zentral- und Landesbibliothek Berlins in Tempelhof, vorantreiben würde, ohne eine Finanzierung zu benennen (Welt Kompakt 13.01.11).

Ob der Regierende Bürgermeister die explodierenden Kosten in Tempelhof mit noch mehr Reklame verdecken wird, ist offen. Hier würden wohl nur noch Klarheit und Wahrheit helfen, die allerdings von einem Klaus Wowereit nicht zu erwarten sind.

Der Fehler der Flughafenschließung muß zudem benannt und beseitigt werden, ansonsten wird die teure Nachnutzungssimulation weitergehen.


…und nicht das Tempelhof-Buch vergessen:

Autorenlesung:

Auf Einladung des Aktionsbündnisses be-4-Tempelhof.de liest Wolfgang Przewieslik aus dem Buch "Der Fall (von) Tempelhof".

Datum: Mittwoch, den 26.01.2011, von 18.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr.

Es wird um eine umgehende und verbindliche Anmeldung unter thf.4.ever@googlemail.com gebeten.

Ort: D-catering Casino , Flughafen Tempelhof, Bauteil K2/Platz der Luftbrücke, Eingang links neben der Passagierhalle.


„Zwei Jahre nach der Schließung des Berliner City-Airports arbeitet das Buch mit dem doppelsinnigen Titel auf sehr spezielle Weise dessen Ende auf ... das Buch endet nicht mit der Schließung, sondern es verfolgt die Entwicklung weiter bis zu der heute Millionen-Verluste einbringenden Wiese, die der Berliner Senat einen „Park“ nennt.“ FLIEGERREVUE 12-2010

Text und Photos: © Das Thema Tempelhof e.V. 2010: Direkte und indirekte Textzitate sind nur mit einer vollständigen Quellenangabe zulässig.

Der Newsletter „Das Thema Tempelhof“ - die Fachinformation zum Flughafen Tempelhof und zum Flughafensystem der Region Berlin-Brandenburg, wird herausgegeben vom Verein „Das Thema Tempelhof e.V.“

Pressekontakt:
Wolfgang Przewieslik, 0176-223 550 70, 030-231 30 318, 
wolfgang.przewieslik@das-thema-tempelhof.de



Montag, 10. Januar 2011

Berlin, die Stadt der geschlossenen Flughäfen und der S-Bahnkrisen

Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer zur S-Bahnkrise:„Ich verstehe es nicht!“

Foto © Das Thema Tempelhof e.V. 2009
Wie in der Luft so am Boden. Es drängt sich einem der Eindruck auf, dass in Berlin die Dilettanten das Sagen haben.

Unabhängig davon, ob nun die Hälfte oder doch nur ein Drittel der verfügbaren S-Bahnzüge betriebsbereit sind, gibt sich die zuständige Senatorin Junge-Reyer ahnungslos, ringt mit den Worten und bekundet dann: „Ich verstehe es nicht!“.

Verstehen kann man in Berlin inzwischen vieles nicht mehr. 

Unser aktuelles Leitfoto zeigt eine Installation des Stadtentwicklungssenats anläßlich des sogenannten Ideenwettbewerbs vom 14.05.2009 in der Empfangshalle des Flughafens Tempelhof. Das ganze Flughafengelände spätestens 2020 ein Platz zum Drachensteigen? Die Berliner Morgenpost titelte damals „Brad Pitts Architekten planen Tempelhof-Bebauung“. Nun, das taten sie dann doch nicht, weder mit noch ohne den Hollywood-Schauspieler.

Danach kam die Modemesse Bread & Butter und anschließend Gerhard W. Steindorf vom Technologiepark Adlershof, der nun aktuell auch der Tempelhof Projekt GmbH vorsitzt. Wer nach Steindorf kommt, ist vollkommen offen. Wie wir berichteten wird für Steindorf und seine Mitarbeiter ein Aufwand von ca. 250 Millionen Euro veranschlagt.

Und die nächste Erfolgsmeldung ließ nicht lange auf sich warten. Am 03.01.11 meldeten die Medien, dass sich der Kulturstaatssekretär André Schmitz für Tempelhof als Standort der neuen Zentral- und Landesbibliothek Berlins (ZLB), der Leitungsinstanz der Berliner Bezirksbibliotheken, ausgesprochen hat.

Auch hier ist die Logik zwingend: Da der jetzige Standort in der Breiten Straße in Berlin-Mitte wegen eines massiven Wasserschadens geschlossen worden ist und man für dessen Beseitigung offenbar kein Geld hat, spricht man sich nun für einen Neubau in Tempelhof für ca. 270 Millionen Euro aus.

Die Addierung der genannten Summen ist schnell erledigt, der Nachweis ihrer Verfügbarkeit jedoch keineswegs. Ein Schelm, der hier von der Irreführung der Öffentlichkeit reden würde.

Und das nächste „Highlight“ naht unerbittlich: Am 19. Januar 2011 findet die „5. Standortkonferenz, Arbeitsberichte TXL“ statt.

Obwohl die strukturellen Probleme des neuen Hauptstadtflughafens BBI (Stichworte: Höhe der Flughafengebühren der Airlines, Flugrouten, Unzureichende Schienenanbindung, galoppierende Kosten etc.) noch immer nicht gelöst sind, wird also schon die nächste Flughafenschließung vorbereitet. 

Wir zitieren aus der Einladung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:

„Berlin wird mit der Schließung des Flughafens TXL eine hoch attraktive Fläche zurückgewinnen. In einem Werkstattverfahren wurden 2009 unterschiedliche Möglichkeiten für eine neue Nutzung ausgearbeitet und diskutiert. Vor etwa einem Jahr fiel die Entscheidung: Auf dieser Fläche soll ein neuer Typ eines Forschungs- und Industrieparks „Zukunftstechnologie“ entstehen, eng verknüpft mit der umgebenden Landschaft und Natur.“

Das kommt uns bekannt vor. Tempelhof reloaded? Bevor man dort irgendetwas zuwege gebracht hat, nimmt man sich mit dem Flughafen Tegel also gleich der nächsten „attraktiven Fläche“ an?

Vorab wurde verbreitet, daß die Beuth Hochschule (ehemals THF Berlin) mit ihren rund 12000 Studenten nach Tegel ziehen könnte, selbstverständlich ohne die konkreten Kosten bzw. deren Übernahme zu benennen. Eine konkrete Nachfrage beim freundlichen Finanzsenator Dr. Nußbaum würde wohl das unmissverständliche Ende dieser Überlegungen bedeuten.

Bezogen auf das beschriebene Agieren des Stadtentwicklungssenats kann man inzwischen wohl von einem Stadtrückbau sprechen. Darauf angesprochen, würde die Senatorin vermutlich auch hier antworten „Ich verstehe es nicht“.

Ihr Thema-Tempelhof Team
 
 
Autorenlesung:

Auf Einladung des Aktionsbündnisses be-4-Tempelhof.de liest Wolfgang Przewieslik aus dem Buch "Der Fall (von) Tempelhof".

Datum: Mittwoch, den 26.01.2011, von 18.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr.

Ort: D-catering Casino, Flughafen Tempelhof, Bauteil K2/Platz der Luftbrücke, Eingang links neben der Passagierhalle. Anmeldung unter thf.4.ever@googlemail.com. 
 
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Bestellung: Der Fall (von) Tempelhof

„Zwei Jahre nach der Schließung des Berliner Zentralflughafens arbeitet das Buch mit dem doppelsinnigen Titel auf sehr spezielle Weise dessen Ende auf ... das Buch endet nicht mit der Schließung, sondern es verfolgt die Entwicklung weiter bis zu der heute Millionenverluste einbringenden Wiese, die der Berliner Senat einen „Park“ nennt.“ FLIEGERREVUE 12-2010


© Das Thema Tempelhof e.V. 2010: Direkte und indirekte Textzitate sind nur mit einer vollständigen Quellenangabe zulässig.

Der Newsletter „Das Thema Tempelhof“ - die Fachinformation zum Flughafen Tempelhof und zum Flughafensystem der Region Berlin-Brandenburg, wird herausgegeben vom Verein „Das Thema Tempelhof e.V.“ 

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Wolfgang Przewieslik, 0176-223 550 70, 030-231 30 318, wolfgang.przewieslik@das-thema-tempelhof.de
 
 

Freitag, 31. Dezember 2010

Wowis provinzielle Verkehrspolitik und die Schließung des Flughafens Tegel


Nach der ursprünglichen Planung sollte Tegel im Mai 2012 nach der offiziellen Eröffnung der ausgebauten Russenpiste in Schönefeld geschlossen werden. Damit hätte die probolschewistische Berliner Regierung unter der Führung Klaus Wowereits es endgültig geschafft, den Westen der Stadt all seiner Flughäfen zu entledigen. Wie die Schließung bewerkstelligt werden wird, kann man sich lebhaft vorstellen: Die Fluggesellschaften lassen sich möglicherweise wieder für den Umzug auf den Ostzonenflugplatz teuer kaufen.

Fast keine große Metropole der Welt hat nur einen Flughafen, geschweige denn machte keine von ihnen  zwei ihrer drei Flughäfen zu, vor allem, wenn einer fast mitten in der Stadt läge und der andere weit besser funktioniert hat als ein jwd liegender Flugplatz aus russischen Besatzungszeiten, wenn auch teuer und geschmacklos modernisiert. Man stelle sich einmal vor, London würde Heathrow und Gatwick schließen, um den gesamten Flugverkehr der Stadt nach Luton zu verlegen. genau das machen aber die Herrschaften der sozial-komunistischen Revanchistenkoalition in Berlin. Wenn sie so könnten, würden sie gleich nach Ulbrichts Vorbild den gesamten Flughafenkomplex im Tempelhof und den in Tegel in die Luft sprengen.

Luftansicht des Flughafens Tegel
In den letzten Jahren ist Berlin trotz seiner unfähigen Regierung zu einem immer beliebter werdenden Reiseziel geworden. Die Fluggastzahlen steigen stetig. Und trotz der Unzulänglichkeiten des Flughafens Tegel, der nur für das Passagieraufkommen der Siebziger Jahre ausgelegt ist und dessen Hallenanlagen für das hohe Fluggastaufkommen nicht geeignet sind, sowie der in weiter Entfernung liegenden Russenpiste in Brandenburg beschloß der Berliner Senat 2008 die Schließung Tempelhofs, obwohl der einzigartige Gebäudekomplex und die beiden gleichzeitig nutzbaren Pisten weit größere Kapazitäten und Potentiale aufweisen als Tegel und Schönefeld zusammen.

Wegen des hohen Flugverkehrsaufkommens mußte Tegel nach Schließung Tempelhofs trotzdem ausgebaut werden, wenngleich man gut sehen kann, welch ein Provisorium das geworden ist.

Sechs Monate nach der am 1. November 2011 geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BBI in der Brandenburger Pampa in Schönefeld soll dann der Flughafen im Norden Berlins geschlossen werden. Wie das dann funktionieren soll, ist einem angesichts des S-Bahn-Chaos' vollkommen schleierhaft. 

Und dann käme da noch die Nachnutzung Tegels. Die Almsenatorin für Stadtrückentwicklung Junge-Reyer will da aber beizeiten Reißzwecken machen und den Almabtrieb vorbereiten.

Der ausführliche Planungs- und Diskussionsprozeß zur Nachnutzung des Flughafens Tegel wird dabei wahrscheinlich eine genauso ausgeklügelte Glanzleistung wie in Tempelhof, wo man zunächst die Bevölkerung über die tatsächlichen Pläne getäuscht und den Volksentscheid nach alter SED-Manier vormanipuliert und demontiert hatte und jetzt nach über zwei Jahren immer noch nicht weiß, ob abgesehen von der Ruinierung der Gebäude, Start- und Landebahnen sowie der Stadtkassen noch andere Vorschläge greifen. Daß da kein Geld mehr ist, nachdem bekannt geworden ist, wie man denn die verheuchelten Fluggesellschaften von Tempelhof weggekauft hat, ist natürlich auch verständlich.

Ursprünglich geplanter Ausbau Tegels

Die Geschichte von Tegel fing an, als Kaiserliche Artillerie-Regimenter zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Wiesen der Jungfernheide beanspruchten und daraus einen Schießplatz machten. Die Tradition des Geländes als Lufthafen datiert aus dem Jahr 1900. Das erste Luftschiffer-Bataillon wurde damals von Tempelhof nach Tegel verlegt. In den folgenden Jahren testeten die Militärs hier verschiedene Luftschifftypen auf ihre kriegstechnische Verwendbarkeit. Der eigentliche Ausbau des Flughafens Tegel war ein Resultat der Berlin-Blockade in der Zeit zwischen Juni 1948 und Mai 1949. In Rekordzeit hatten Trümmerfrauen eine 2.400 Meter lange Start- und Landebahn aus dem Boden gestampft. Sie bildete ein wichtiges Glied der Luftbrücke, über die Berlin von den Westalliierten mit lebenswichtigen Gütern versorgte wurde. Natürlich sind heute in Berlin unter der Revanchistenregierung aus der Sowjetzone alle Orte verpönt, die etwas mit der kommunistenfeindlichen Luftbrücke zu tun hatten.

Rund um die Uhr dröhnten die Motoren, manchmal kamen bis zu 360 Maschinen täglich. Der zivile Luftverkehr begann 1960. Eine französische Caravelle war das erste Düsenflugzeug, das in Tegel landete. Die Passagiere wurden von Tempelhof an Tegel weitergegeben und bald konnte Tegel-Nord nicht alle bedienen. Ein neuer Flughafen mußte her. Im Jahre 1969 setzte man den ersten Spatenstich für den Ausbau der Flughafengebäude "Tegel-Süd". Bereits nach wenigen Jahren, am 23. Oktober 1974, konnte der neue Flughafen  in Tegel-Süd eröffnet werden; später erhielt er den Namen Otto Lilienthals. 

Mit seiner sechseckigen, dezentralen Anlage gehört er zu den passagierfreundlichsten Flughäfen der Welt, etwas, was in der brandenburgischen Pampa nicht mehr der Fall sein wird, abgesehen von den abenteuerlichen S-Bahn-Verbindungen in das Stadtzentrum. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Lufthoheit über Berlin in den Händen der Siegermächte, nur westalliierte Gesellschaften durften Tegel anfliegen. Zugegeben: Bei schlechtem Wetter erreichte der Komfort in den niedrigfliegenden Düsenclippern nicht ganz die Qualität, die man bei größeren Reiseflughöhen gewohnt war. 

Alles in allem aber konnte man zufrieden sein: British European Airways, Air France und Pan American beförderten bis zur Teilwiedervereinigung Deutschlands rund 138 Millionen Passagiere nach Berlin (West) - und das sicher und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Die Nachkriegszeit in der Geschichte der deutschen Zivilluftfahrt ging zu Ende, als am 2. Oktober 1990, nach 45 Jahren Unterbrechung, der erste Jet der Deutschen Lufthansa in Tegel landete. Mit der Übertragung der (nicht ganz) vollen Souveränität an das teilwiedervereinigte Deutschland war damit fast wieder Normalität in den Berliner Luftverkehr eingezogen.

Ein Fachmann warnte: In Tegel könnte es gefährlich werden

Machen Sie sich mal den Spaß und beobachten Sie den Verkehr auf dem Flughafen Tegel. Piloten sprechen von einem erhöhten Sicherheitsrisiko. Das Risiko findet aber nicht in der Luft statt - hier sorgt ATC (steht für Luftverkehrsüberwachung) schon für genügende Sicherheit, sondern am Boden, sozusagen im rollenden Verkehr. Die Gefahr von sogenannten Fahrtwegestörungen wächst gewaltig. Wenn man sich vor Augen führt, daß der größte Teil der Geschäftsflieger, also die Jets von Firmen, ihre Passagiere ausladen und dann nach Schönefeld fliegen, weil es nachts keinen Stellplatz gibt, dann wieder von SFX nach TLX fliegen, um die Passagiere wieder abzuholen, dann kann man nur sagen: "Dieser Wahnsinn hat Methode". Vor allen Dingen, wenn man das kahlgefegte Vorfeld von Tempelhof sieht, denn spätestens dann zweifelt der mündige Bürger am Verstand derjenigen, die diesen Irrsinn verzapft haben. Tempelhof muß wieder "ans Netz", die Zukunft Berlins als Weltmetropole kann nicht von einem einzigen weit vom Stadtzentrum entfernt liegenden Flughafen abhängen.


Unterstützen Sie die Leute mit Sachverstand, die Vernunft muß siegen, auch wenn gewisse politische Kreise das Gegenteil erzwingen wollen. Verbreiten Sie das Thema Tempelhof in der Bevölkerung, JEDER kann da helfen.
 
Bleiben Sie auf dem laufenden: www.das-thema-tempelhof.de

Gebaut für 5 Mio. Fluggäste - heute über 14 Millionen!

Der Flughafen Tegel wurde 1960 für 5 Mio. Fluggäste eröffnet . Bereits im Jahre 2000 hatte sich die Zahl der Fluggäste verdoppelt. Um die Abfertigung der Passagiere zu bewältigen, mußten folglich die Abfertigungshallen erweitert werden. Schaut man sich die Entwicklung der Fluggastzahlen an, gibt es bis auf eine kurze Zeit der Stagnation um 2001/2002 eine stetige Aufwärtsentwicklung.

Auslastung oder Überlastung?

Die Zahl der Fluggäste ist ein Faktor, der die Infrastruktur eines Flughafens bestimmt. Die Zahl der Flugzeugbewegungen ist noch entscheidender: Vernachlässigt man das Ausnahmejahr 1991 mit den hohen Besucherzahlen nach der Wiedervereinigung, dann ist ein kontinuierlicher Anstieg der Flugzeugbewegungen auf dem Flughafen Tegel erkennbar: von 99.480 Flugzeugbewegungen im Jahr 1992 auf 151.396 im Jahre 2007.


Nachdem im November 2007 die Nordbahn am Flughafen Schönefeld geschlossen und teilweise für den Autobahnausbau abgerissen worden war, mußte damit gerechnet werden, daß die Zahl der Flugzeugbewegungen in Tegel weiter steigen würden.


Die Infrastruktur für die Abfertigung der Fluggäste und anderes konnte erweitert oder ergänzt werden, der Bau von zusätzlichen Landebahnen ist derzeit unmöglich.


Nun hat Tegel zwar zwei Start-/Landebahnen - sie können jedoch nicht gleichzeitig betrieben werden, da der Abstand zwischen ihnen nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen entspricht. So verfügt Tegel praktisch nur über jeweils eine operative Start-/Landebahn.


Bei Kenntnis dieser Lage wurden am 30.Oktober 2008 zwei weitere Start-/Landebahnen mit der Schließung des Flughafens Tempelhof stillgelegt.


Die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld verfügen damit über zwei nutzbare Start-/Landebahnen!


Selbst wenn die Russenpiste im Brandenburger Land über zwei Pisten verfügt, wird das auf Dauer keine Lösung für den stetig zunehmenden Reiseverkehr sein. Berlin müßte auch als deutsche Hauptstadt über viel mehr internationale und transatlantische Flugverbindungen verfügen, um ein maßgebender Knotenpunkt für den Handel und Verkehr mit dem nördlichen Osteuropa sein zu können. Wenn man dabei noch die steinzeitlichen Vorschläge der Grünen-Kandidatin für das Amts des Regierenden Bürgermeisters in die Überlegungen einbezieht, wäre eine Fortsetzung der bisherigen Verkehrsplanung bzw. eine Umorientierung nach grünen Vorgaben das Aus für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.



Sonntag, 30. August 2009

Das OVG Berlin bestätigt die Zulässigkeit der Entwidmung Tempelhofs

Klaus Wowereit – der Schließer von Tempelhof!

Der Flughafen Tempelhof ist Geschichte - das letzte juristische Verfahren ging vor dem Bundesverwaltungsgericht zu Ende.
Klaus Wowereit hat nun sein Ziel erreicht, den Flughafen Tempelhof für immer zu schließen.

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte am 18.08.2009 entgültig die vom Berliner Senat verfügte planungsrechtliche Entwidmung des Flughafens und wies damit die Beschwerde eines Einzelklägers gegen eine gleichlautende Entscheidung des OVG Berlin-Brandenburg vom Dezember 2008 und gegen den Ausschluß der Revision ab. Eine Wiedereröffnung des Flughafens ist damit ausgeschlossen. Das Gericht hat das formale Vorgehen des Berliner Senats mit dieser letztinstanzlichen Entscheidung bestätigt.

Die Schließung des Flughafens und die Entwidmung des Geländes entsprang hingegen einzig dem politischen Willen Wowereits.

1. Der Kläger Wolfgang Przewieslik sagte dazu:

„Mit der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision durch das OVG Berlin-Brandenburg ist die letzte Chance ergriffen worden, den Flughafen Tempelhof als wichtige Infrastruktureinrichtung für Berlin zu erhalten.

Das Flughafensystem der Bundeshauptstadt wird ohne Tempelhof in absehbarer Zeit unter erheblichen Kapazitätsproblemen zu leiden haben, da die planfestgestellte Kapazität des neuen Flughafens BBI nicht ausreichen wird.

Bedauerlicherweise hat der Senat die Verfahrensdauer nicht genutzt, um seine ideologiegetriebene Politik aufzugeben und Tempelhof als Ergänzungsflughafen und Veranstaltungszentrum eine neue Chance zu geben. Entsprechende Konzepte lagen vor. Über 500.000 Berliner haben im Volksentscheid hingegen mit ihrem Eintreten für Tempelhof großen wirtschaftlichen Sachverstand und Bürgersinn bewiesen und können stolz auf ihr Engagement sein.

Die sogenannte Nachnutzung von Tempelhof, von Klaus Wowereit im Alleingang entschieden, besteht bis jetzt allein in der Durchführung von Einzelveranstaltungen. Welchen Beitrag diese Veranstaltungen zu den Unterhaltskosten von Tempelhof leisten, ist unbekannt. Die Entstehung einer subventionierten Stadtbrache ist zu befürchten.“


2. In Erinnerung wird Wowereit durch die Art und Weise bleiben, wie er die vorzeitige Schließung Tempelhofs als politische Machtdemonstration inszenierte.

Zu diesem Zweck behauptete Wowereit wahrheitswidrig kurz vor dem Volksentscheid 2008, daß die Offenhaltung von Tempelhof über den 30.10.2008 hinaus zu einem Baustopp des BBI führen würde.

Der Mandatsträger Wowereit erklärte außerdem, daß ihn auch ein erfolgreiches Votum zu keiner Richtungssänderung veranlassen würde. Eine einmalige Entgleisung. Der Volksentscheid scheiterte nicht zuletzt deshalb.

Das Provisorium Tegel wurde teuer ausgebaut und Tempelhof wurde geschlossen, obwohl beide Flughäfen laut Planvorgaben erst 6 Monate nach Inbetriebnahme von BBI zu schließen waren. Die Doppelrolle von Klaus Wowereit als Regierender Bürgermeister und als Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft blieb der Öffentlichkeit zudem weitgehend verborgen.

Unvergessen ist auch die Klassenkampf-Rethorik, die Tempelhof zu einem „Flughafen für Reiche und Bonzen“ machte, potentielle Investoren als „Reiche Onkel aus Amerika“ schmähte sowie Hunderttausende von Tempelhof-Freunden als „Ewiggestrige“ beschimpfte. Der vermeintliche „Flughafen für Reiche“ wurde bis zuletzt von Politikern auch solcher Parteien genutzt, die seine Schließung aktiv beförderten.


3. Durch die vorzeitige Schließung Tempelhofs sind die Planungsrisiken des neuen Flughafens BBI nicht verschwunden.

Der Kostenrahmen wird schrittweise ausgeweitet, das Eröffnungsdatum ist unsicher und das „Single-Airport-Konzept“ wird durch die bereits jetzt einsetzende Vertreibung der General Aviation unterlaufen. Die maximale Kapazität des BBI, mit 50 Millionen Passagieren angesetzt, wird wegen der Restriktionen der Planfeststellung weit unterschritten werden und eher bei ca. 32 Mio Passagieren liegen. Zudem wird der BBI unter einer Nachtsperre zu leiden haben. Unbeeindruckt davon wurde Tempelhof geschlossen.

Mit dem endgültigen Verlust von Tempelhof verliert Berlin nun dauerhaft wichtige Luftverkehrs-Kapazitäten, und nach der absehbaren Schließung von Tegel wird Berlin mit dem BBI statt 6 Landebahnen nur noch 2 haben. Ein Ausweichflughafen mit 24-Stunden-Betrieb liegt nicht mehr 20 km entfernt, sondern 245 km. Mit der Schließung von Tempelhof ging der Verkehr der Business-Aviation in Berlin im 1. Halbjahr um 53% zurück, fünfmal so stark wie im deutschen Durchschnitt. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Ansehen von Berlin in diesem Bereich inzwischen gelitten hat.


Die „Mutter aller Flughäfen“ wurde ums Leben gebracht – von Klaus Wowereit! Bestandteile des tödlichen Cocktails waren Ideologie, wirtschaftliche Fehleinschätzungen und Rechthabereien. Der Demokratie ist durch die Arroganz der Macht schwer geschadet worden.

Tempelhof wird aber nicht nur uns Berlinern fehlen, sondern auch den Gästen, die in diese Stadt kommen. Auf Unverständnis wird hier die sogenannte Öffnung des Flughafens „für alle“ treffen, die nun bevorsteht.


Besuchen Sie bitte: www.flughafen-tempelhof-retten-jetzt.de1

Mit den besten Grüßen, Ihr Thema-Tempelhof Team

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Die Bolschewisten schließen Tempelhof!

Der schreckliche Tag des Absurden und des Surrealismus ist gekommen. Wowereit, Sozialist, der schädlichste Regierende Bürgermeister Berlins aller Zeiten, und seine Genossen der Koalition aus dem Derivat der SED (jetzt euphemistisch Die Linke genannt), die Partei, die 40 Jahre lang die Bevölkerung des Sowjetischen Sektors Berlins und der in einen Marionettenstaat der UdSSR verwandelten Sowjetzone unterdrückte, schließen den Zentralflughafen Tempelhof. Am 30. Oktober 2008 um 24:00 Uhr erlöschen -vielleicht für immer- die Lichter des besten und ältesten Verkehrsflughafens aller Zeiten, ohne auf das Verlangen der Bürger zu hören, den Flughafen weiterzubetreiben (in den Bezirken rund um den Flughafen stimmten zwischen 70% und 80% der Wähler für die Fortführung des Flughafens), ungeachtet der wirtschaftlichen Lage der Stadt Berlin und der Tatsache, daß Berlin einen überalterten Flughafen ohne U-Bahn- oder S-Bahn-Anbindung hat, um den Linienflugverkehr aufzufangen (Tegel), der inzwischen vollkommen überlastet ist. Dabei wird ebenso übergangen, daß das Land Berlin keine Mittel zur Verfügung hat, um Tegel auszubauen und die Russenpiste in Schönefeld zu erneuern, die im Bundesland Brandenburg liegt, inmitten der östlichen Pampa eine Stunde vom Stadtzentrum Berlins entfernt, und dies alles nur, um die Revanchegelüste der Kommunisten zufriedenzustellen, die nicht den Erfolg der von den Westalliierten eingerichteten Luftbrücke zur Rettung West-Berlins während der Berlin-Blockade überwunden haben, durch die dieser Teil der Stadt vor dem sowjetischen Joch gerettet wurde und die Freiheit über die Unterdrückung siegen konnte.

Berlin hat einen Regierenden Bürgermeister, der seine eigene Stadt verrät; einen Westberliner, der sich an den Osten verkauft hat; einen Bürgermeister, der den Volkswillen nicht achtet und nichts dazu beiträgt, die wirtschaftliche Lage der Stadt zu verbessern.

Nicht genug damit. Damit der Affront noch schmerzhafter wird, wird der "Rosinenbomber" (eines der Bomberflugzeuge, die West-Berlin während der Berlin-Blockade mit Lebensmitteln versorgten), der immer Rundflüge über Berlin und Tempelhof veranstaltete, NACH SCHÖNEFELD, AUF DIE PISTE DER RUSSISCHEN BESATZUNGSZEIT (!) zwangsverlegt. Und nicht genug damit: Alle Funkfrequenzen SIND AUCH AN SCHÖNEFELD ZU ÜBERGEBEN (!), statt sie, wie es logisch wäre, an Tegel zu übergeben, da dies der Flughafen ist, der den Linienflugverkehr der Stadt auffängt, während in Schönefeld hauptsächlich Niedrigkosten-Fluggesellschaften verkehren.

SCHAUT AUF DIESEN FLUGHAFEN! würde jetzt Ernst Reutter sagen, dieser großartige Bürgermeister, den Berlin in den so angespannten Stunden des Jahres 1948 während der Belagerung durch die Russen hatte. Der Bürgermeister Wowereit begeht ein Attentat gegen die Würde Berlins. Er ist verantwortungslos. Tempelhof ist größer als Tegel und könnte hochwertige Dienstleistungen bieten; er verfügt über Gebäude (das drittgrößte Gebäude der Welt bezüglich Fläche und Ausdehnung), die unzählige Einrichtungen, EInkaufszentren, Büros, Wartesäle, Restaurants, Gaststätten beherbergen könnten, etwas, das in Tegel angesichts der Beschränkungen der in den siebziger Jahren für den Transitflugverkehr geschaffenen Anlagen vollkommen unvorstellbar wäre.

Es ist ein trauriger Augenblick, einer der traurigsten der Geschichte Berlins. Es ist eine Schande, daß die Bundeskanzlerin Merkel (eine Ostdeutsche!) nicht für den Flughafen eingetreten ist, der über geeignete Räumlichkeiten verfügt, um Staatsempfänge zu organisieren. Immerhin gehören 60% des Flughafens dem Bund, über die der Berliner Bürgermeister fröhlich verfügt, und wobei er außerdem nicht einmal Pläne für die spätere Nutzung der Anlage vorzuliegen hat und noch viel weniger über Geld verfügt, um irgendwelche Bauarbeiten durchzuführen. Der Flughafen wird mehr Wartungskosten verursachen, da er nicht mehr wie bisher Einnahmen mehr erwirtschaftet.

Nach den Meinungsumfragen in der Tageszeitung Die Welt sind 80% der Leser für den Weiterbetrieb des Flughafens. Aber Wowereit setzt sich durch, hört nicht auf die öffentliche Meinung. Warum auch, er ist halt, was er ist: Ein Bolschewist.

Wowereit, Verräter, treten Sie zurück.
Sie sind Berlins nicht würdig.





Für die Freiheit.
Für die Würde.
Für die Gerechtigkeit.
Tempelhof retten.





Eine sehr gute Zusammenfassung über die Architektur des Flughafens (in spanischer Sprache) hier.

Mittwoch, 25. Juni 2008

60. Jahrestag der Berlin-Blockade

Am 24. Juni 2008 war der 60. Jahrestag des Beginns der Blockade West-Berlins durch die sowjetischen Besatzer, die 11 Monate dauerte und eine unmittelbare Folge der Währungsreform und der Einführung der Deutschen Mark in den westlichen Besatzungszonen (USA, GB, Frankreich) war. Zi jenem Zeitpunkt versuchte Stalin, den Widerstand des Westens zu brechen, der versuchte, die drei Besatzungszonen West-Berlins zu halten, um auf diese Weise die ganze Stadt unter sowjetischen Kontrolle zu bringen und durch die Belagerung die Berliner Bevölkerung durch Hunger und unzureichende Versorgung in die Knie zu zwingen. Linke Abbildung: Luftbrückendenkmal in Tempelhof - Rechte Abbildung: Fuß des Denkmals mit den Namen de Piloten, die bei Flugunfällen während der Blockade starben.

Angesichts dieses Versuchs erhob der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Ernst Reuter, seine Stimme, in dem er durch seinen weltberühmten Aufruf die westliche Welt, aufforderte, die Stadt nicht zu vergessen und ihr zu helfen, die von den Russen auferlegte Blockade der Transitwege über Land durch die sowjetische Besatzungszone zu überwinden. Abbildung rechts: Luftkorridore nach West-Berlin.

Aber nicht nur die West-Berliner erlitten diese Blockade, denn schon seit Errichtung der vier Sektoren litten die Ostberliner an einer chronischen Unterversorgung infolge des kommunistischen Systems, das dem sowjetischen Sektor auferlegt worden war, um die Berliner Bevölkerung zu unterdrücken und ihrer bürgerlichen Freiheiten zu berauben. Est-Berlin stellte daher ein von den russischen und ostdeutschen Belschewisten unerwünschtes Schaufenster dessen dar, was es bedeutete, im freien Westen mit einer Marktwirtschaft zu leben. Diese Insel der Freiheit war Stalin ein Dorn im Auge, und er versuchte, sie mit der Blockade von der Landkarte verschwinden zu lassen.

Ohne die unermüdlichen Anstrengungen des Regierenden Bürgermeisters Ernst Reuter hätten die Amerikaner vielleicht beschlossen, sich zurückzuziehen, denn sie waren nicht gerade gewillt, sich den Russen zu widersetzen. Wie immer bewiesen die Amerikaner, keine genaue Kenntnis der politischen Lage in Europa zu haben und die Entscheidungen über einer Landkarte zu treffen. Der Ruf des Bürgermeisters hatte jedoch Erfolg, um die nötige Unterstützung der Westeuropäer zu erhalten und so den Druck auf die USA und Großbritannien zu erhöhen, um eine Luftbrücke zum Zentralflughafen Tempelhof einzurichten. Abbildung links: Die Rosinenbomber auf dem Flughafenfeld in Tempelhof.

Völker der Welt!
Die berühmte Rede Ernst Reuters, des ersten Regierenden Bürgermeisters Berlins der Nachkriegszeit und entschiedenen Kämpfers gegen die sowjetische Besatzung, die er vor dem Reichstagsgebäude während der Blockade der Stadt durch die Russen hielt, die auf diese Weise den Westen in die Knie zwingen wollten, damit er die Stadt aufgebe und den Russen überließe. Dank Reuter kam es zu der unermüdlichen Unterstüztung durch die USA, die zusammen mit den Briten eine Luftbrücke einrichteten, an die das Denkmal auf dem Luftbrückenplatz vor dem Zentralflughafen Tempelhof erinnert. Tempelhof ist Inbegriff der Freiheit. NEIN ZUR SCHLIESSUNG TEMPELHOFS! WOWEREIT MUSS GEHEN! Abbildung rechts: Die vier Besatzungszonen in Deutschland.


"Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien! Schaut auf diese Stadt und erkennt, daß ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt! Es gibt nur eine Möglichkeit für uns alle: gemeinsam so lange zusammenzustehen, bis dieser Kampf gewonnen, bis dieser Kampf endlich durch den Sieg über die Feinde, durch den Sieg über die Macht der Finsternis besiegelt ist. Das Volk von Berlin hat gesprochen. Wir haben unsere Pflicht getan, und wir werden unsere Pflicht weiter tun. Völker der Welt! Tut auch ihr eure Pflicht und helft uns in der Zeit, die vor uns steht, nicht nur mit dem Dröhnen eurer Flugzeuge, nicht nur mit den Transportmöglichkeiten, die ihr hierher schafft, sondern mit dem standhaften und unzerstörbaren Einstehen für die gemeinsamen Ideale, die allein unsere Zukunft und die auch allein eure Zukunft sichern können. Völker der Welt, schaut auf Berlin! Und Volk von Berlin, sei dessen gewiß, diesen Kampf, den wollen, diesen Kampf, den werden wir gewinnen!"


Zitate hoher Persönlichkeiten, die sich für einen Weiterbetrieb Tempelhofs ausgesprochen haben, hier.

Ein geschichtlicher Abriß der Blockade in spanischer Sprache: hier

Es war gerade am 60. Jahrestag dieser Luftbrücke, als der sozialistische Berliner Bürgermeister und Kollaborateur der Bolschewisten der Partei Die Linke, die die ostdeutsche Bevölkerung während 40 Jahren unterdrückt hatte, seine Pläne umsetzte, dieses großartige Symbol der Freiheit des Westens und West-Berlins auszutilgen, dieses Symbol des Mutes und der Solidarität und des Schutzwalls gegen den Kommunismus: den Zentralflughafen Tempelhof. Ein Flughafen mit einem großartig angelegten und vollkommen unzureichend genutzten Gebäude, das flächenmäßig das drittgrößte Gebäude der Welt ist, mit einer privilegierten Lage, die jede Großstadt der Welt gerne hätte. Es ist der älteste zivile Verkehrsflughafen der Welt, der in bester Weise für einen intensiven Flugverkehr gerüstet ist, mit weit besseren Gebäuden als Tegel, und neben dem die Russenpiste des Flughafens Schönefeld wie ein Dorfflugplatz anmutet. Wowereit möchte Schönefeld in den neuen und einzigen Flughafens Berlins verwandeln, der inmitten der östlichen Pampa liegt, ohne geeignete und repräsentative Gebäude und mit nur einer Piste. Wowereit, als echter Sozialist und Kollaboratuer der kommunistischen Unterdrücker und Geschichtsverfälscher, die die Kassen Berlins ruiniert haben, und der nicht einmal weiß, welche Nutzung für Tempelhof in Frage kommt, noch den Termin der Fertigstellung Schönefelds, geschweige denn, wie er die Umwandlung Tempelhofs finanzieren soll, verachtet die Verfügbarkeit von Gebäuden, die nach einer angemessenen Modernisierung bessere Dienste leisten könnten als jeder andere Berliner Flughafen. Aber es zählt eben mehr, das Geld zu verschwenden, die Geschichte zu verfälschen, einen Voksentscheid zu mißachten, bei dem 60% für die Fortführung des Tempelhofer Flughafens gestimmt hatten (in den unmittelbar betroffenen Bezirken waren es sogar 80%) - auch wenn leider 20.000 Wähler zu wenig zur Abstimmung gegangen sind, wäre selbst deren Nein nicht maßgeblich gewesen - sowie die Zerstörung eines der wichtigsten Freiheitssymbole der Stadt.

Zu Ehren der Luftbrücke zeige ich hier ein paar Aufnahmen, die ich am 17. Juni 2008 vom Flughafen Tempelhof und von dem Flugzeug gemacht habe, das eines vieler war, die Berlin während der Blockade mit Lebensmitteln und anderen Gütern versorgten.

Was die Russen nicht 1948 erreicht hatten, erreichen sie heute dank Kollaborateuren wie Wowereit. Leider ist der Mut der Berliner von heute nicht mehr mit dem der Berliner von 1948 vergleichbar. Die Zeiten haben sich geändert, aber die geschichtliche Erinnerung wird immer mehr zu der, die die Zozialisten, die Kommunisten und die diese unterstützenden nützlichen Idioten gerne geschrieben hätten. Es scheint wichtiger, Symbole zu zerstören, als sich um die Wirtschaft, die sozialen Probleme oder die Bewahrung der eigenen Identität zu kümmern; es scheint wichtiger, Straßennamen irgendwelchen Revolutionären des Mai 1968 zu widmen und die anderer aus dem Straßenbild zu verdrängen, de aufgrund ihres Mutes oder ihrer Werke Geschichte geschrieben hatten. Ist es nicht merkwürdig, daß man un ganz Europa die gleiche Politik, die gleiche Strategie verfolgt? Es ändern sich nur der Kontext, die Namen und die Symbole. Die Lakaien des linken Totalitarismus' führen ihre Pläne fort, und die Konservativen treten in ihre Fallen.

Schön wär's, wenn die Konservativen von historischen Ereignissen wie der Berlin-Blockade lernen würden. Jene Ereignisse waren von hohen Werten gekennzeichnet, Werten, die heute von der Linken geschändet und von den Konservativen verraten werden.



Eine Nachbildung des Luftbrückendenkmals am Flughafen in Frankfurt am Main, der wichtigste Flughafen, von dem aus die Luftbrücke zur Versorhung Berlins organisiert wurde.